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Einwanderungs-Serie (Teil 1)


Wer sind die 2 Millionen Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz?







Seit letztem Jahr leben erstmals über zwei Millionen Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz. Sie machen fast einen Viertel der Gesamtbevölkerung aus. Doch wer sind diese Menschen, die oft im Zentrum politischer Debatten stehen? Alle Details in Grafiken.

Die Schweiz ist eines der Länder mit den höchsten Ausländeranteilen (2015 waren es 24,6%). Nur einige Spezialfälle wie erdölfördernde Länder oder Ministaaten wie Luxemburg verfügen über höhere Quoten als die Schweiz.

Die untenstehende Grafik zeigt die Herkunftsländer aller Ausländerinnen und Ausländer, die in der Schweiz leben. Festzustellen ist, dass über 80% aus europäischen Ländern stammen. Personen aus Deutschland, Italien, Portugal und Frankreich machen fast die Hälfte aller Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz aus.

Innerhalb von einem Jahr hat die Ausländerquote um 0,3% zugenommen (2014 lag sie bei 24,3%). Mit 19 Zuwandernden auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner im Jahr 2014 liegt die Schweiz an der Spitze der europäischen Einwanderungsländer, weit vor Deutschland (11), dem Vereinigten Königreich (9,8), Spanien (6,6) oder Frankreich (5,1).

Die höhere Einwanderungsquote in die Schweiz ist bei weitem nicht neu. Die Zuwanderung war in den letzten 50 Jahren ein immer wiederkehrendes Thema, zu dem sich das Schweizer Stimmvolk mehrmals an der Urne äussern konnte. Im Februar 2014 wurde die Masseneinwanderungs-Initiative, die eine Einschränkung der Einwanderung verlangt, an der Urne knapp angenommen.

Der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer sowie deren Herkunft unterscheiden sich von Region zu Region stark, wie die untenstehenden Grafiken zeigen. In der französischsprachigen Westschweiz lebt der grösste Anteil von ihnen, in starkem Kontrast zur Situation in der Zentralschweiz. Nicht erstaunlich ist, dass Personen aus Italien, Deutschland und Frankreich besonders stark in den ihrer Muttersprache entsprechenden Sprachregionen der Schweiz vertreten sind.

Zu bemerken bleibt, dass man die Schweizer Nationalität nicht automatisch bei Geburt im Land verliehen bekommt, zahlreiche Ausländerinnen und Ausländer sind in der Schweiz geboren worden, haben aber die Nationalität ihrer Eltern behalten.

Laut dem Bundesamt für Statistik (BFS) lebten 2015 hierzulande fast 396'000 in der Schweiz geborene Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft. Das macht einen Fünftel der "ausländischen" Bevölkerung des Landes aus. Unter den im Ausland geborenen Ausländerinnen und Ausländern leben 44% seit zehn oder mehr Jahren permanent in der Schweiz.

Die Schweiz beherbergt viele Ausländerinnen und Ausländer. Ist sie insofern ein Modell gelungener Integrationspolitik? Ihre Meinung interessiert uns!

Einwanderungs-Serie

Masseneinwanderungs-Initiative, Brexit, Spannungen innerhalb der Europäischen Union angesichts des Zustroms von Asylsuchenden: Die Einwanderung steht im Zentrum der Sorgen des gesamten Kontinents – und darüber hinaus.

In der Schweiz und im Vereinigten Königreich scheint man bereit zu sein, die Zahl der Einwanderer auf die Gefahr hin zu beschränken, den Zugang zum europäischen Markt zu gefährden.

Anhand von Grafiken präsentiert swissinfo.ch eine Serie zur Einwanderung. Von den weltweiten Migrationsströmen über die historische Entwicklung bis zu Schweizer Besonderheiten. Jede Woche gibt es hier die wichtigsten Zahlen zu diesem Thema.

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