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"Fall Aeroflot": Russischer Sonderermittler Wolkow demnächst in der Schweiz

Die Andava mit Sitz in Lausanne spielt im "Fall Aeroflot" offenbar eine Schlüsselrolle. Ermittlungen zum Fall Aeroflot.

(Keystone)

Nach einer Welle von Polizei-Razzien bei russischen Grossunternehmen kommt jetzt auch wieder Bewegung in die Ermittlungen im Fall Aeroflot. Sonderermittler Nikolai Wolkow will nach russischen Angaben in der kommenden Woche in die Schweiz reisen.

In Bern soll er rund 80 Kisten mit Dokumenten im Fall der Geldwäscherei-Ermittlungen bei der Fluggesellschaft Aeroflot von der Schweizer Justiz ausgehändigt bekommen und mit nach Russland nehmen.

Das verlautete am Samstag (15.07.) nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Interfax aus der Generalstaatsanwaltschaft in Moskau.

Am 21. Juni hatte das Bundesgericht in Lausanne grünes Licht für die Rechtshilfe an die russische Justiz in der Aeroflot-Affäre gegeben. Die Ermittlungen hatten im Januar 1999 begonnen. Dabei geht es um die Veruntreuung von 400 Mio. bis 600 Mio. Dollar aus Auslandgeschäften der Fluggesellschaft.

Das Geld soll über die in Lausanne domizilierten Finanzgesellschaften "Andava" und "Forus" zur Seite geschafft worden sein. Beide wurden vom einflussreichen russischen Geschäftsmann Boris Beresowski gegründet.

Gegen Beresowski war im Zusammenhang mit dem Geldwäscheverdacht im April vergangenen Jahres Haftbefehl erlassen worden. Die Ermittlungen wurden aber später aus ungeklärten Gründen eingestellt. Sowohl "Andava" als auch "Forus" weisen die gegen sie erhobenen Vorwürfe wegen Geldwäscherei zurück.

Nach Berichten der russischen Presse hat Beresowski ein Privatvermögen von knapp drei Mrd. US-Dollar. Sein Imperium gründet sich auf Anteile an dem Autohandelsunternehmen Logovaz, an dem Ölunternehmen Sibneft, den russischen Fernsehsendern ORT und TV-6 sowie meinungsbildenden Zeitungen, einer Bank, der Fluglinie Aeroflot sowie diversen Firmen im Ausland.

swissinfo und Agenturen

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