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#WeAreSwissAbroad – Alexia Paganini Für die Schweiz auf den Eisbahnen der Welt

Alexia Paganini
(Alexia Paganini)

Die in den USA geborene Alexia Paganini hat kürzlich erstmals an Olympischen Spielen teilgenommen – für die Schweiz. Auch wenn der Sport und ihre Doppelbürgerschaft die 16-Jährige bereits in die ganze Welt gebracht haben, betrachtet die Eiskunstläuferin die Schweiz als ihr "Heimatland".

Alexia Paganini, die in New York lebt, erreichte an den Olympischen Spielen in Pyeongchang im Eiskunstlauf den 21. Rang. Erst diese Woche nahm sie an den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Mailand teil. Mit swissinfo.ch sprach sie über ihr Leben als Athletin – und Raclette.

Die in diesem Artikel geäusserten Ansichten sind ausschliesslich jene der porträtierten Person und müssen sich nicht mit der Position von swissinfo.ch decken.

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swissinfo.ch: Ihre Eltern haben die Schweiz verlassen. Warum?

Alexia Paganini: Meine Eltern haben die Schweiz im Jahr 2000 verlassen, weil mein Vater ein Executive MBA-Programm an der Columbia Universität machen wollte. Davor lebten sie in St. Moritz, mit meinem älteren Bruder Kevin, der in Samedan geboren wurde.

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Es ist uns ein grosses Anliegen, auf swissinfo.ch Ihnen und Ihren Erlebnissen in Form von Porträts, Anekdoten und Geschichten eine Plattform zu geben.

(swissinfo.ch)

swissinfo.ch: Warum sind Sie Schweizerin?

A.P.: Beide meine Eltern sind Schweizer, und als ich geboren wurde, erhielt ich automatisch auch die Schweizer Staatsbürgerschaft. Mein Vater stammt ursprünglich aus Brusio im Puschlav, meine Mutter lebte zehn Jahre lang in St. Moritz. Sie stammt aus Holland.

In den USA leben meine Eltern als Expats mit einem Visum, weshalb wir eine Schweizer Familie sind, die im Ausland lebt. Mein Vater war Oberstleutnant der Schweizer Armee, er ist seit vier Jahren im Ruhestand.

swissinfo.ch: Wie kamen Sie zum Eiskunstlaufen?

A.P.: Eiskunstlaufen ist ein Teil meines Lebens, solange ich denken kann. Meine Mutter nahm mich und meine Brüder Kevin und Mario zur einer lokalen Eisbahn mit, als ich erst zwei Jahre alt war. Meine Brüder spielen Eishockey, und ich mache Eiskunstlauf. Wir sind alle leidenschaftliche Sportler.

Alexia 2

Alexia Paganini auf dem Eis

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swissinfo.ch: Warum treten Sie in Ihrem Sport für die Schweiz und nicht für die USA an?

A.P.: Da meine Eltern Schweizer sind, wollten sie, dass ich für die Schweiz laufe, also kontaktierte meine Mutter den Verband Swiss Ice Skating, als ich neun Jahre alt war. Damals wurde nichts daraus.

Letztes Jahr habe ich im Januar den Trainer gewechselt, und mein neuer Trainer Igor Krokavec wollte es noch einmal versuchen. An der Weltmeisterschaft traf er den Präsidenten des Schweizer Verbands, und nach Testläufen und einigem Papierkram erhielt ich die Chance, im letzten Sommer erste Versuche zu machen. Das habe ich getan, und es hat alles geklappt.

swissinfo.ch: Wie war es für Sie, die Schweiz an Olympia zu vertreten? Was sind Ihre schönsten Erinnerungen?

A.P.: Es war ein unglaubliches Erlebnis, die Schweiz bei den Olympischen Spielen zu vertreten. Ich fühle mich geehrt und bin sehr dankbar.

Meine schönste Erinnerung ist dieser erste Moment, als ich die offizielle Olympische Eisbahn betreten habe. Da wurde mir klar, dass es echt ist, dass es wirklich passiert. Ich bin hier und trete an den Olympischen Spielen an als Vertreterin meines Heimatlandes Schweiz. Das war ein sehr intensiver Moment, den ich für den Rest meines Lebens in Ehren halten werde.

swissinfo.ch: Über was haben Sie mit den anderen Schweizer Athletinnen und Athleten gesprochen?

A.P.: Die Schweizer Athleten waren toll. Ich bin nicht die Einzige, die im Ausland lebt. Wir teilten alle unsere täglichen Erlebnisse miteinander und feuerten uns gegenseitig bei den Wettbewerben an. Es war toll, ihre Unterstützung zu spüren.

Wir lachten zusammen, wir feierten zusammen, und wir weinten zusammen. Wir gingen sogar gemeinsam zum Coiffeur im Pyeongchang Athletendorf und liessen uns die Haare schneiden.

Es war sehr speziell, und ich habe viele neue grossartige Freundschaften geknüpft!

swissinfo.ch: Was sind Ihre beruflichen Ziele für die Zukunft?

A.P.: Mein Ziel für die Zukunft ist, hart zu trainieren, um meine Fähigkeiten so weit wie möglich zu steigern.

swissinfo.ch: Wo leben Sie momentan, und wie sieht Ihr typischer Tag aus?

A.P.: Momentan lebe ich, wenn ich nicht reise, in New Yorkexterner Link. Jeden Tag fährt mich meine Mutter eine Stunde lang zur Eisbahn in New Jersey, damit ich um 8 Uhr mit dem Training beginnen kann.

Mein Trainingstag dauert von 8 Uhr morgens bis 5 Uhr nachmittags. Ich habe zwei Trainings auf dem Eis. Dazwischen mache ich Training neben dem Eis und gehe ins Fitnessstudio. Ich habe eineinhalb Stunden Mittagspause. Da kann ich einen Teil meiner Schulaufgaben machen, den Rest mache ich abends zu Hause.

Alexia Paganini
(Alexia Paganini)

swissinfo.ch: Welche Beziehung haben Sie zur Schweiz?

A.P.: Ich habe mich immer als Schweizerin gefühlt, und ich bin sehr stolz, Schweizerin zu sein. Fast meine gesamte Familie lebt dort. Wir haben Familie in Weesen, Solothurn, Zürich und Poschiavo, und meine Nonna (Grossmutter) lebt in Brusio. Ich bin sehr gerne in der Schweiz, sie ist mein Heimatland.

swissinfo.ch: Sprechen Sie eine Schweizer Nationalsprache?

A.P.: Ich spreche Hochdeutsch, weil ich während vieler Jahre die Deutsche Schule in White Plains [in der Nähe von New York] besucht habe.

swissinfo.ch: Wie reagieren die Kollegen in den USA, wenn sie erfahren, dass Sie Schweizerin sind?

A.P.: Von der Eisbahn, wo ich trainiere, sind elf Personen an die Olympischen Spiele gegangen, alle von verschiedenen Nationen. Sie haben immer gewusst, dass ich Schweizerin bin, und wir trainieren zusammen und unterstützen uns gegenseitig.

swissinfo.ch: Wie denken Sie aus der Ferne über die Schweiz?

A.P.: Mein Eindruck ist, dass die Schweiz ein tolles Land ist, sicher und mit vielen Möglichkeiten für alle. Es ist schön, und die Schweizerinnen und Schweizer sind wunderbar. Es ist einmalig, dass es verschiedene Kulturen gibt, alle mit unterschiedlichen Traditionen, aber alle zusammen!

swissinfo.ch: Haben Sie vor, einmal in die Schweiz zurückzukehren?

A.P.: Ich kann nicht in die Zukunft sehen, aber ich könnte mir vorstellen, irgendwann einmal in der Schweiz zu leben.

swissinfo.ch: Was lieben Sie an der Schweiz am meisten?

A.P.: Ich bin oft in der Schweiz, und zuallererst schaue ich mich immer nach einem tollen "Raclette-Stübli" um. Ich liebe ein feines Raclette!

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swissinfo.ch (das Interview wurde schriftlich geführt)

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