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In der Analyse des gewonnen Cup-Klassikers gegen Zürich spricht Basels Coach Urs Fischer von einer überaus cleveren Vorstellung des Favoriten. Für den FCZ hält er ein nettes Kompliment bereit.

Ein zweites Mal innerhalb von drei Jahren liess sich der grosse Dominator der Meisterschaft im Cup von Zürich nicht düpieren. Auf das Gegentor nach 126 Sekunden reagierte der Meister im Viertelfinal-Duell mit dem kurzzeitig aufgeputschten Aussenseiter angesichts der zunächst ungemütlichen Umstände relativ gelassen - mit Michael Lang in massgeblicher Rolle. Der Offensiv-Verteidiger bereitete Marc Jankos 1:1 (20.) vor und provozierte das Eigentor des Abends von FCZ-Keeper Andris Vanins.

Basels Coach Urs Fischer wertete den Umschwung vom klassischen Fehlstart zum letztlich ungefährdeten 3:1-Erfolg als Steigerungslauf: "Wir benötigten nach dem unnötigen 0:1 einen Moment." Dass seine Equipe die heiklen Momente sofort ausblendete, fand der FCB-Trainer "einfach gut. Nach dem 2:1 hatten wir das Spiel im Griff. Wir spielten auch in Unterzahl sehr clever."

Lokale Beobachter hatten den Klassiker flugs zu einer Partie erklärt, die höher zu gewichten sei als die meisten (Pflicht-)Aufgaben in der Liga. Fischer habe den Nachweis zu erbringen, auch in wichtigen Knock-out-Partien dem hohen Anspruch zu genügen. Der Basler Stratege umdribbelte entsprechende Nachfragen hinterher elegant: "Der Klassiker bewegt die Leute, solche Spiele wollen die Leute sehen."

Forte und das Loch im Netz

Derweil Fischer in der Stunde allgemeiner Basler Gelassenheit von der Ambiance schwärmte, hatte sein Amtskollege Uli Forte das Abdriften seiner Mannschaft zu erklären - vom 1:0 nach 126 Sekunden zum 1:3 trotz über halbstündiger Überzahl. Sie seien gescheitert, obwohl sie ihren Game-Plan 1:1 umgesetzt hätten. "Uns war aber bewusst, dass der FCB gefährlich wird, wenn die Maschinerie ins Rollen kommt."

Vor allem mit dem 1:2 unmittelbar vor der Pause hatte Forte Mühe. Er habe sich sich bei Lang erkundigen müssen, "wie das genau gelaufen ist". Sie hätten zunächst ein Loch im Netz vermutet. "Leider gab es keines." Steffens Schlenzer zum 3:1 taxierte der Zürcher Taktgeber als entscheidend: "Das raubte uns definitiv den Glauben."

Der Unterschied zwischen der Nummer 1 der obersten Kategorie und dem Leader der zweiten Klasse war vor allem in der zweiten Hälfte nicht gering. Forte fasste die Differenz so zusammen: "Die absolute Durchschlagskraft in der Box fehlte, daran müssen wir arbeiten." Die Defizite im offensiven Bereich seien auch im Hinblick auf den Finish im Championat zu korrigieren.

Die eine gute Halbzeit im Viertelfinal beim besten Team der Schweiz habe aufgezeigt, auf gutem Weg zu sein. "Dass wir ein gutes Niveau haben, sah man bereits in der Europa League." Auch Fischer attestierte dem Verlierer Super-League-Format: "Sie können das Tempo mitgehen."

Forte lächelte, das Kompliment tat ihm am Abend des Outs gut. Dann schob er aber doch noch ein paar Einschränkungen nach, ein zu positives Bild mochte er nicht übermitteln: "Wir benötigen noch einige Efforts zur Rückkehr." Ihnen stünde noch viel Arbeit bevor.

SDA-ATS