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81 Tage nach dem Abstieg äussert sich FCZ-Präsident Ancillo Canepa gegenüber der Nachrichtenagentur sda in einem Interview über den Niedergang vom letzten Frühling und den neuen Alltag des Cupsiegers.

Canepa hat den sportlichen Niedergang mit seiner Crew verarbeitet. Es sei gelungen, den ersten Schock gut wegzustecken: "Wir reagierten nie panisch und haben relativ unaufgeregt unter sehr schwierigen Bedingungen die Ruhe bewahrt. Andere Vereine wären vielleicht im Chaos versunken, wir nicht."

Die persönlichen Diffamierungen und verbalen Attacken perlten am Zürcher Klubchef ab, ein Verkauf der Aktienmehrheit stand bei ihm nie zur Debatte: "Nach mir die Sintflut? Nein, das würde nicht meinem Charakter entsprechen." Er bleibe trotz Angeboten "mit einem grossen Verantwortungsbewusstsein" Präsident des FCZ.

Sie hätten nach dem Abstieg im Mai den Tritt ziemlich schnell wieder gefunden, so Canepa, zumal sie das sportliche Fiasko "nicht ganz unvorbereitet" getroffen habe. "Im Frühling hatten sich die Probleme bereits abgezeichnet."

Im Zusammenhang mit der Relegation spricht Canepa auch von einem "Moment der Selbstreflexion" - nach dem Fall in die Zweitklassigkeit seien alle Beteiligten über die Bücher gegangen. "Noch sind nicht alle Pendenzen erledigt."

Nach sieben Spieltagen führt der FCZ die Tabelle ungeschlagen an, am Donnerstag tritt der Cupsieger in der Europa League auswärts gegen den spanischen Vertreter Villarreal an. Der überzeugende Start zur Challenge League kommt für den FCZ-Patron nicht überraschend. Sie hätten die Realität umgehend akzeptiert. Es sei zwar zu früh, um eine Bilanz zu ziehen, aber "im Moment überwiegt die Zuversicht, direkt in die Super League zurückzukommen".

sda-ats

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