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Für den Transport des 140 Tonnen schweren Gesteinsbrockens in Staffelbach AG waren Spezialfahrzeuge notwendig.

Mark Theiler, sda

(sda-ats)

Ein 124 Tonnen schwerer und 164 Millionen Jahre alter Findling ist am Donnerstag in Staffelbach AG mit einem Spezialkran an einen neuen Standort verlegt worden. Er war in einer Kiesgrube gefunden worden und soll der Nachwelt erhalten bleiben.

Der Felsbrocken stammt vermutlich aus dem Gebiet des Urner Reusstals und war während der letzten Eiszeit vor rund 26'000 Jahren von einem Gletscher ins Mittelland getragen worden. Sein Fundort ist identisch mit dem damaligen Gletscherende im Suhrental, wie auch die immer noch vorhandene Endmoräne in dieser Gegend zeigt.

Es habe sich um einen "Sensationsfund" gehandelt, als der Stein beim Kiesabbau 2015 zum Vorschein kam, sagte Lea Kiefer, Fachspezialistin Rohstoffe und Geologie beim aargauischen Baudepartement, am Donnerstag in Staffelbach. Es komme äusserst selten vor, dass Steine solcher Grössenordnung gefunden würden.

Frühere Funde wurden meist zu Bauzwecken verwendet. Spezialisten der aargauischen Abteilung für Umwelt und der ETH untersuchten den Findling und befanden ihn als schützenswert.

Laut Dekret gehören Findlinge, die schwerer sind als zehn Tonnen und aus speziellem Gestein bestehen, dem Kanton. Deshalb wurde der Stein "gerettet". Am Donnerstag wurde der 40 Kubikmeter umfassende Brocken mit einem Spezialkran auf einen Anhänger geladen, rund 300 Meter weit transportiert und am Dorfeingang von Staffelbach wieder abgestellt.

sda-ats

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