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Im Europark Rust nahe Freiburg hat sich ein Chlorgasunfall ereignet. 15 Personen mussten sich ärztlich behandeln lassen. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA/PATRICK SEEGER

(sda-ats)

Bei einem Chlorgasunfall im Europa-Park in Rust bei Freiburg sind 15 Personen verletzt worden, darunter ein fünf Jahre altes Kind. Mehrere Besucher klagten am Dienstagnachmittag über Atemwegsprobleme, wie die Polizei mitteilte.

Zehn Betroffene kamen mit Atemwegsbeschwerden und Kopfschmerzen ins Spital, fünf wurden vor Ort behandelt, wie die Polizei mitteilte.

Das Chlorgas sei am Wildwasser-Fahrgeschäft "Fjord-Rafting" ausgetreten, hiess es von den Parkbetreibern. Ursache war demnach eine fälschlicherweise zugesetzte Chemikalie. Sechs Rettungswagen, drei Notärzte und ein Rettungshelikopter waren im Einsatz.

Ein Mitarbeiter habe dem Wasser statt einer Substanz gegen Algenbefall eine andere Chemikalie beigemischt, erklärte Parksprecher Jakob Wahl. "Es ist sehr schwül, daher kam es zu erhöhten Dämpfen." Der Bereich wurde belüftet, das Wasser des Fahrgeschäfts wurde ausgetauscht. Am späten Nachmittag öffnete die Bahn wieder.

Chlorgas ist giftig und reizt schon in geringen Mengen Haut, Augen und Atemwege. Auch dauerhafte Schädigungen sind möglich. Das Gas ist am typischen Chlorgeruch zu erkennen. Zu Chlorgasaustritten kommt es vor allem in Schwimmbädern immer wieder. Chlor wird dem Wasser zugesetzt, weil es das Wachstum von Mikroben im Wasser hemmt.

sda-ats

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