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In der Schweiz herrscht Badewetter: Erstmals wurden am Mittwoch hochsommerliche Temperaturen gemessen. (Symbolbild)

KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

(sda-ats)

Zum ersten Mal in diesem Jahr ist es in der Schweiz am Mittwoch über 30 Grad heiss geworden: Kurz nach Mittag kletterte die Temperatur im Wallis an der offiziellen Messstation in Sitten auf über 30 Grad.

Am späten Nachmittag wurden dann in Visp sogar 33,3 Grad verzeichnet, wie der Webseite von MeteoNews entnommen werden konnte. Ein Sprecher von MeteoNews sagte auf Anfrage, dass am Freitag im Wallis sogar Spitzenwerte von bis zu 35 Grad erwartet werden.

Auch in einigen Gegenden der restlichen Schweiz kletterten die Temperaturen am Mittwoch auf über 30 Grad. In Winterthur wurden 31 Grad gemessen, in Sitten 30,5 Grad und in Sempach LU 30,3 Grad. 30 Grad meldeten die Messstationen in Grono GR und Zunzgen BL.

Zahlreiche Schulklassen packen die Gelegenheit für eine sonnige Schulreise beim Schopf: Am Donnerstag sind 3238 Schulklassen mit insgesamt 78'748 Kindern mit dem öffentlichen Verkehr unterwegs, wie die SBB-Medienstelle am Mittwoch twitterte. Das ist ein Rekord.

Viele entschieden sich offenbar diese Woche für den Termin. Am Montag hatten sich bei der SBB 2633 Klassen mit insgesamt 65'125 Schülerinnen und Schülern für die Schulreise am Donnerstag angemeldet. Zunächst hatten viele den Termin auf Dienstag gelegt. Wegen den Wetteraussichten verschoben aber Hunderte von Lehrern ihre Schulreise.

Die SBB übernimmt zentral die Reservierungen für Gruppenreisen und koordiniert sie auch. 2015 waren am grossen Schulreisetag im Juni über 54'500 Schüler unterwegs gewesen, 2014 waren es 49'000 Kinder.

Gräserpollen im Anflug

Das sonnige Wetter hat aber auch Schattenseiten für Allergiker. Denn Sonnenschein und Wärme lassen die Gräserpollen fliegen. In der ganzen Schweiz rechnet MeteoSchweiz mit hohen bis sehr hohen Konzentrationen der Pollen in der Luft.

Jede fünfte Person in der Schweiz reagiere allergisch auf die Winzlinge, teilte das Allergiezentrum Schweiz (aha!) am Mittwoch mit. Über 1,2 Millionen Menschen seien auf Gräserpollen allergisch.

Die Gräser stehen ab Mitte Mai bis Mitte Juli in voller Blüte. Bisher wusch aber der anhaltende Regen die Pollen aus der Luft. Deshalb verlief der Flug der Gräserpollen bisher moderat im Vergleich zu anderen Jahren. Am Mittwoch meldete sich aber nach den Regentagen die Sonne zurück.

Niesen, Husten und Migräne

In der Folge lassen vor allem das Knäuelgras und das Wiesen-Lieschgras Augen bei Allergikern die Augen tränen und die Nase jucken. Die Pollen sorgen auch für Niesreiz, Husten, Atembeschwerden und Migräne.

Die Lage verschärft sich für Heuschnupfen-Geplagte, wenn Gewitter auftreten. Gemäss den Wetterdiensten könnte das etwa am Freitag oder Samstag der Fall sein. Die hohe Luftfeuchtigkeit vor einem Gewitter lässt die Pollen platzen. Dadurch werden hohe Konzentrationen von allergieauslösenden Eiweissen freigesetzt.

Das Allergiezentrum rät Allergikern, sich bei schönem, windigen Wetter nur kurz an der frischen Luft aufzuhalten, immer eine Sonnenbrille zu tragen, vor dem Schlafengehen die Haare zu waschen, die Wäsche nicht im Freien trocknen zu lassen und nur kurz stossweise zu lüften. Zudem lohne es sich, eine Desensibilisierung vorzunehmen.

sda-ats

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