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Bauarbeiter arbeiten an einer Strasse. Welche Bauunternehmung welchen Auftrag ausführt, haben in gewissen Bezirken in der Ostschweiz über Jahre die Unternehmen selbst mittels Absprachen bestimmt. (Symbolbild)

KEYSTONE/PATRICK B. KRAEMER

(sda-ats)

Bei mehreren hundert Ausschreibungen in der Ostschweiz haben 8 Strassen- und Tiefbaufirmen Preise abgesprochen und dadurch bestimmt, wer den Zuschlag erhalten soll. Zu diesem Schluss kommt die Wettbewerbskommission. Sie büsst die Firmen mit rund 5 Millionen Franken.

Die Absprachen fanden zwischen 2002 und 2009 in den Bezirken See-Gaster SG sowie March und Höfe SZ statt, wie die Wettbewerbskommission (Weko) am Dienstag mitteilte. Neben dem grössten Schweizer Baukonzern Implenia waren auch die Firmen De Zanet, Hagedorn, Oberholzer Bauleistungen, Walo Bertschinger St. Gallen, Gebr. P. und J. Reichmuth, Toller Unternehmungen sowie Bernet Bau beteiligt.

Die Unternehmen trafen sich gemäss Weko regelmässig zu "Marktabklärungssitzungen". Sie besprachen dabei aktuelle Strassen- und Tiefbauprojekte von öffentlichen und privaten Bauherren. Dabei wurde bestimmt, wer für welchen Auftrag den Zuschlag erhalten soll. Die anderen Firmen boten ihre Leistung in der Folge zu höheren Offertpreisen an.

Verdacht schöpfte die Weko schliesslich aufgrund einer statistischen Analyse von Offertöffnungsprotokollen. In diesen Protokollen wird festgehalten, welche Offerten bei Ausschreibungen eingereicht wurden. Im April 2013 eröffnete die Weko dann eine Untersuchung.

Einer der Firmen wurde die Busse erlassen, weil sie sich nach Hausdurchsuchungen als Erste selber anzeigte und gut mit den Behörden kooperierte, wie die Weko schreibt. Bei dieser Firma handelt es sich um Implenia, wie ein Konzernsprecher gegenüber der sda bestätigte. Bei einem zweiten Unternehmen wurde die Busse teilweise reduziert. Der Entscheid der Weko kann noch an das Bundesverwaltungsgericht weitergezogen werden.

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SDA-ATS