50 Jahre Weltcup in Wengen: von Killy bis Janka und Svindal


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Seit 1930 werden die Lauberhornrennen ausgetragen. 37 Jahre später macht erstmals der Weltcup im Berner Oberland Halt.

1967 fand in Wengen die erste Abfahrt überhaupt in diesem vom Franzosen Serge Lang neu gegründeten Wettbewerb statt. Eine unvollständige Übersicht von nationalen und internationalen Weltcup-Höhepunkten am Lauberhorn, beginnend mit dem Franzosen Jean-Claude Killy, dem Triple-Sieger von 1967, und Dumeng Giovanoli, 1968 im Slalom siegreich, und abgeschlossen durch den dreifachen Lauberhorn-Sieger Carlo Janka und den Norweger Aksel Lund Svindal, dem letztjährigen Triumphator auf der mit rund 4,5 km klar längsten Abfahrt im Weltcup:

1967: Jean-Claude Killy gewinnt am 14. Januar in Wengen die Weltcup-Premieren-Abfahrt vor seinem Landsmann Léo Lacroix. Der Franzose entscheidet danach auch gleich den Slalom und die Kombinationswertung zu seinen Gunsten - dies gelang seither keinem Fahrer mehr. Jean-Daniel Dätwyler wird in der Abfahrt Dritter.

1968: Der Bündner Dumeng Giovanoli sorgt für einen von nur zwei Schweizer Slalom-Weltcupsiegen am Lauberhorn. Der zweite gelingt Joël Gaspoz 1987.

1969: Das Lauberhorn ist fest in österreichischer Hand mit den Siegen von Karl Schranz (Abfahrt), Reinhard Tritscher (Slalom) und Heini Messner (Kombination).

1974: Endlich gewinnt Roland Collombin als erster Schweizer die - allerdings verkürzte - Wengener Weltcup-Abfahrt.

1977: Der Österreicher Franz Klammer in der Abfahrt und der Schwede Ingemar Stenmark im Slalom sichern sich jeweils ihren dritten Triumph innerhalb von drei Jahren. Im gleichen Jahr gewinnt Walter Tresch die Kombination.

1980: Einen Tag nach dem 4. Platz triumphiert Peter Müller in der zweiten Abfahrt. Der Zürcher sorgt damit für den ersten Sieg eines Schweizer Abfahrers auf der Originalstrecke. Ein Jahr später siegt Toni Bürgler ebenfalls von ganz oben.

1982: Pirmin Zurbriggen holt sich den Sieg in der Kombination. Fünf Jahre später gelingt dem Walliser, der in der Lauberhorn-Abfahrt nie besser als Zweiter war (1989), der zweite Kombi-Triumph.

1989: Der für Luxemburg startende Österreicher Marc Girardelli setzt sich gleich in beiden Abfahrten sowie auch in der Kombination durch.

1992: Beim 25-Jahr-Jubiläum des Weltcups sorgen Franz Heinzer (Abfahrt) und Paul Accola (Kombination) für zwei Heimerfolge. Der Slalom-Sieg geht an den Italiener Alberto Tomba.

1997: Der Italiener Kristian Ghedina stellt bei seinem zweiten Sieg in Wengen den Streckenrekord von 2:24,23 auf. Dieser hat - wegen veränderter Linienführung - wohl ewig Bestand.

2003: Bruno Kernen sorgt für den ersten Schweizer Sieg am Lauberhorn seit 1994 (William Besse).

2005: Bei der Einführung der Super-Kombination triumphiert der Österreicher Benjamin Raich, Didier Défago wird Dritter.

2009: Didier Défago siegt und steht für den Beginn einer starken Phase der Schweizer Abfahrer. Danach folgen die Triumphe von Carlo Janka (2010), Beat Feuz (2012) und Patrick Küng (2014). Didier Cuche hingegen sollte am Lauberhorn über drei 2. Plätze nicht hinauskommen.

2012: Ivica Kostelic sichert sich wie schon im Jahr zuvor das Double Slalom/Super-Kombi. Der Kroate gewinnt in Wengen wie Marc Girardelli sechs Weltcuprennen. Bei der Anzahl Podestplätze hat der immer noch aktive Kostelic mit 13 deutlich die Skispitze vorne (Girardelli 8).

2015: Carlo Janka gewinnt zum zweiten Mal nach 2009 die Kombination, womit er bislang der letzte Schweizer Sieger am Lauberhorn ist. Mit drei Weltcupsiegen in Wengen ist er zugleich auch der erfolgreichste Einheimische.

2016: Aksel Lund Svindal (Abfahrt), Henrik Kristoffersen (Slalom) und Kjetil Jansrud (Kombination) sorgen mit ihren jeweils ersten Triumphen in Wengen dafür, dass das Lauberhorn fest in norwegischer Hand ist.

SDA-ATS

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