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Die Polizei hat erste Angaben korrigiert: Die Massenkarambolage mit rund 40 beteiligten Autos auf der A3 hat am Freitag 17 Verletzte gefordert, darunter drei Kinder.

Keystone/GIAN EHRENZELLER

(sda-ats)

Auf der Südspur der A3 im glarnerischen Bilten sind am Freitag 40 Autos verunfallt. 17 Personen verletzten sich, darunter drei Kinder. Nebelbänke hatten die Autofahrer in Schwierigkeiten gebracht.

Die Glarner Kantonspolizei teilte mit, es sei am Vormittag um 09.30 Uhr auf der Autobahn A3 bei Bilten zu zwei grossen Auffahrkollisionen mit mehreren Personenwagen gekommen.

Nach ersten polizeilichen Erkenntnissen war "dichtester Nebel" der Grund, dass auf der Autobahn in Fahrtrichtung Chur gegen 40 Fahrzeuge verunfallten. Diese Zahl meldete die Polizei am Nachmittag, nachdem sie zuvor von rund 50 Fahrzeugen gesprochen hatte.

Nach der ersten Auffahrkollision prallten in kurzer Abfolge mehrere Fahrzeuge ineinander. Dabei wurden nach neusten Polizeiangaben 17 Personen verletzt, wovon drei Kinder. Ein Kind und eine erwachsene Person erlitten mittelschwere Verletzungen.

Sechs Ambulanzfahrzeuge und zwei Rega-Helikopter brachten zwölf Verletzte in die umliegenden Spitäler. Fünf Personen begaben sich selber für eine Kontrolle zum Hausarzt.

Vorübergehende Totalblockade

Die Unfallaufnahme durch die Polizei sowie die Räumungsarbeiten waren am Freitagnachmittag noch im Gang. Die Autobahn war zwischen der Verzweigung Reichenburg SZ und Bilten GL bis Anfang Nachmittag total gesperrt. Erst Mitte Nachmittag wurde eine Fahrspur in Richtung Zürich wieder freigegeben.

Die Glarner Kantonspolizei riet, das Gebiet grossräumig zu umfahren und richtete Umleitungen ein. An der Unfallstelle standen gegen 100 Personen im Einsatz. Darunter waren Vertreter der Glarner Staatsanwaltschaft sowie Polizisten aus den Kantonen Glarus, St. Gallen und Zürich. Zur Abklärung des Unfallhergangs wurde eine Untersuchung eingeleitet.

Letzter Unfall dieser Art vor über 20 Jahren

Dichter Nebel dürfte der Grund dafür gewesen sein, dass die Fahrzeuglenker auf dem A3-Abschnitt in Schwierigkeiten gerieten. "Es herrschte ganz schlechte Sicht", sagte der Glarner Polizeisprecher Daniel Menzi. Es sei bekannt, dass in der Gegend plötzlich Nebelbänke auftreten könnten. Zu einem gewissen Teil mitverantwortlich dafür sei wahrscheinlich die Linth.

Der letzte grosse Unfall mit so vielen beteiligten Fahrzeugen auf der A3 in der gleichen Gegend ereignete sich laut Menzi im Jahr 1995. Damals waren bei dichtem Nebel in Niederurnen GL 33 Fahrzeuge kollidiert. Zehn Personen verletzten sich damals.

SDA-ATS