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Die Ärzteschaft lehnt die neue Tarifstruktur in einer Urabstimmung ab. (Symbolbild)

KEYSTONE/APA/HELMUT FOHRINGER

(sda-ats)

Die Mitglieder der Ärzteverbindung FMH haben sich in einer Urabstimmung gegen die Revision des Ärztetarifs Tarmed ausgesprochen - zumindest in der derzeit vorliegenden Form. Das Nein sei ein klares Zeichen für notwendige Anpassungen und weitere Verhandlungen.

Das teilte die FMH am Donnerstag mit. Für die Abrechnung ambulanter Leistungen gilt seit 2004 die national einheitliche Tarifstruktur Tarmed. Die Ärzteverbindung FMH hat gemeinsam mit dem Spitalverband H+, den Unfallversicherern und dem Krankenkassenverband curafutura seit 2010 an einer Tarifrevision gearbeitet. Seit Anfang April laufen die Genehmigungsverfahren in den Organisationen.

Der Revisionsbedarf sei in der Ärzteschaft grundsätzlich unbestritten, schreibt die FMH in ihrer Mitteilung. Die Ärztekammer, das Parlament der FMH, hatte sich Ende April denn auch grundsätzlich hinter das Vorhaben gestellt.

Die FMH-Mitglieder haben sich nun aber in der Urabstimmung gegen das Gesamtpaket ausgesprochen. "Damit machen sie auch deutlich, dass sie nicht bereit sind, die Kostenneutralität dauerhaft zu akzeptieren", so die FMH. Die FMH werde deshalb keinen Tarif einreichen und die ärztlichen Gegner des Vorschlages für eine gemeinsame Entwicklung von Lösungen einladen.

Die FMH werde alles daran setzen, die Verhandlungen weiterzuführen und verdeutlichen, dass ein tragfähiger Arzttarif die Unterstützung der Ärzteschaft brauche. In diesem Sinne werde die Organisation auf die Tarifpartner und die Genehmigungsbehörden zugehen.

sda-ats

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