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Die Zahl der Todesfälle ist gemäss dem Bundesamt für Statistik 2014 um rund 1000 auf 63'938 zurückgegangen. Nach wie vor stirbt ein Drittel der Menschen an Herzkreislaufkrankheiten. (Archivbild)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

(sda-ats)

Die Alterung der Bevölkerung beeinflusst die Todesursachen. Drei von fünf Verstorbenen waren 2014 80-Jährig oder älter. Während die Todesfälle durch Demenz erstmals zurückgingen, stiegen die assistierten Suizide.

Insgesamt starben 2014 in der Schweiz 63'938 Menschen, etwa 1000 weniger als im Vorjahr, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) zur Todesursachenstatistik mitteilte. Im Alter von 1 bis 19 Jahren gab es 188 Todesfälle, acht Prozent weniger als im Vorjahr.

Etwa gleich hoch war die Zahl der Todesfälle mit 869 Menschen im Alter von 20 bis 39 Jahren. Im Alter von 40 bis 64 Jahren starben 7813 Menschen, zwischen 65 und 79 Jahren waren es mit 16'614 mehr als doppelt so viele.

Die meisten Todesfälle jedoch gab es im Alter von 80 und mehr Jahren mit 38'123. Das waren in dieser Alterskategorie 700 Todesfälle weniger als im Vorjahr. Das BFS weist darauf hin, dass 2014 ein Jahr ohne wesentliche Grippewelle war und mit einem mässig warmen Sommer.

Das mittlere Sterbealter stieg weiter an, wie das BFS weiter mitteilte. Die Hälfte der verstorbenen Männer war 2014 über 79 Jahre alt. Die Hälfte der verstorbenen Frauen erreichte sogar ein Alter von mehr als 85 Jahren. 45 Jahre davor lag dieser Median bei den Männern bei 70 und bei den Frauen bei 75 Jahren, wie das BFS weiter schreibt.

Herzkreislaufkrankheiten an der Spitze

20'972 respektive ein Drittel aller Todesfälle wurden laut BFS durch Krankheiten des Herzkreislaufsystems verursacht. Diese Todesursachengruppe sei seit Jahrzehnten die grösste, ihr Anteil reduziere sich aber laufend.

So lag ihr Anteil 1995 noch bei 41 Prozent, verringerte sich also demnach um acht Prozentpunkte. Das Risiko, an einer Herzkreislaufkrankheit zu sterben, habe sich bei Männern seit 1995 halbiert.

An zweiter Stelle standen laut BFS wie in den Vorjahren Todesfälle aufgrund von Krebserkrankungen. 16'765 Menschen oder 26 Prozent aller Todesfälle wurden auf Krebs zurückgeführt. Der Anteil krebsbedingter Todesfälle habe damit seit 1995 um 1,5 Prozentpunkte zugenommen.

Unter Berücksichtigung des Zuwachses und der Alterung der Wohnbevölkerung sei die Sterberate an Krebskrankheiten dennoch gesunken, und zwar um 28 Prozent bei den Männern und um 21 Prozent bei den Frauen.

Erstmals gingen laut BFS die Todesfälle wegen Demenz zurück. 5759 Menschen starben wegen einer Demenz als Grundkrankheit. Seit 1995, als die Diagnose erstmals registriert wurde, sei zum ersten Mal eine leichte Abnahme um 150 Fälle zu verzeichnen, schreiben die Statistiker.

Weniger Suizide

Eine Abnahme wurde auch bei den Suiziden mit 1028 Todesfällen verzeichnet. Davon waren 754 Männer und 274 Frauen: Die Zahl der Suizide habe seit der ersten Hälfte der 1980er-Jahre, als sich jährlich etwa 1600 Menschen das Leben nahmen, um 35 Prozent abgenommen, schreibt das BFS.

Demgegenüber seien 742 assistierte Suizide registriert worden, und zwar betrafen diese 320 Männer und 422 Frauen. Die Zahl der assistierten Suizide nehme weiterhin zu, vor allem in der Altersgruppe über 65 Jahren. In dieser Zunahme widerspiegle sich die Alterung der Bevölkerung, schreibt das BFS.

sda-ats

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