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Nach dem Leichtgewichts-Vierer erreicht auch der Doppelvierer an der Weltcup-Regatta auf dem Rotsee in einer olympischen Disziplin den A-Final. Eine Enttäuschung setzt es für Jeannine Gmelin ab.

Der Doppelvierer in der Besetzung Markus Kessler, Augustin Maillefer, Nico Stahlberg und Roman Röösli wurde im Hoffnungslauf einzig von den Polen bezwungen, und dies auch nur um drei Hundertstel. Überhaupt war es ein sehr enges Rennen. Die ausgeschiedenen Amerikaner (5.) waren nur um 55 Hundertstel langsamer als die Schweizer. "Wir liessen uns nicht aus der Ruhe bringen, hatten immer Vertrauen ins Team, zogen unseren Rhythmus durch und konnten ab 1000 m noch zulegen", fasste Röösli das Rennen zusammen.

Wegen Verletzungen von Maillefer und dem nach wie vor rekonvaleszenten Barnabé Delarze ist Luzern der erste Wettkampf für den Doppelvierer in dieser Saison. "Ersatzmann" Kessler startete am vergangenen Sonntag und Montag an der Olympia-Qualifikations-Regatta noch im Skiff. Deshalb trainierte das Quartett vor dem Weltcup auf dem Rotsee nur während drei Tagen zusammen. Was ist im Final möglich? "Es ist vieles möglich, im positiven und im negativen Sinn", so Röösli. "Wir sind uns bewusst, dass es heute ein gutes aber kein sehr gutes Rennen war." Verbesserungspotenzial gibt es vor allem noch beim Start. So oder so hat der Doppelvierer in Luzern die geforderte Bestätigung für eine Olympia-Selektion erbracht.

Die bereits für Rio selektionierte Jeannine Gmelin musste sich in ihrem Halbfinal mit dem 4. Rang begnügen. Zur Hälfte des Rennens nach 1000 m hatte die 25-jährige Zürcher Oberländerin noch auf dem 3. Platz gelegen, der zum Einzug in den A-Final gereicht hätte. Im Ziel fehlten ihr aber 4,42 Sekunden zur drittklassierten Kanadierin Carling Zeeman. "Das Rennen war eine ziemliche Enttäuschung", sagte Gmelin. "Gegen Ende hat es mich verblasen. Zudem verlor ich auf den zweiten 500 Metern zu viel Zeit. Die Konkurrenz war dermassen stark, da muss alles stimmen. Das war heute nicht der Fall."

Schon im vergangenen Jahr hatte Gmelin auf dem Rotsee den A-Final verpasst. "Ich kann mir schon vorstellen, dass der grössere Druck einen Einfluss hat", so die WM-Fünfte des vergangenen Jahres. Zudem hatte Gmelin wegen eines viralen Infekts die EM verpasst. "Ich habe schon einen kleinen Trainingsrückstand, aber es ist schwer zu sagen, ob dies einen Einfluss hatte. Grundsätzlich läuft es sehr gut. Ich bin zufrieden."

Wie Gmelin bestreiten auch die beiden Leichtgewichts-Doppelzweier am Sonntag den B-Final, in denen um die Ränge 7 bis 12 gefahren wird. Daniel Wiederkehr/Michael Schmid, die in Rio sicher dabei sind, beendeten ihren Halbfinal auf dem 5. Platz, Frédérique Rol/Patricia Merz wurden Sechste.

sda-ats

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