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Myanmars Aussenministerin Aung San Suu Kyi ins Gespräch vertieft nach der von ihr angeregten historischen Friedenskonferenz in Naypyidaw.

KEYSTONE/AP/AUNG SHINE OO

(sda-ats)

In Myanmar ist die erste Friedenskonferenz seit fast 70 Jahren zur Beilegung der Unabhängigkeitskämpfe zahlreicher ethnischer Gruppen zu Ende gegangen. Die mehr als 1600 Delegierten legten wie erwartet keine Beschlüsse vor.

Die Konferenz war Auftakt zu einem Friedensprozess, der im März 2017 fortgesetzt werden soll. "Ziel dieses Treffens war es, erst einmal bessere Beziehungen zwischen den Gruppen aufzubauen, und das Ziel ist erreicht worden", sagte der politische Beobachter und Kommentator Min Zin. "Aber wir haben in diesem Friedensprozess noch einen langen Weg vor uns."

Eine der grössten Rebellenorganisationen, die United Wa State Army, die an der Grenze zu China mehr Rechte für die Minderheit der Wa durchsetzen will, war am zweiten Tag der Konferenz abgereist.

Die Konferenz ist eine Initiative von Aussenministerin Aung San Suu Kyi. Die Friedensnobelpreisträgerin hat nach dem Wahlsieg mit ihrer Partei Nationalliga für Demokratie im April die erste zivile Regierung seit Jahrzehnten gebildet.

Das südostasiatische Land zwischen Indien und China war bis 2011 eine Militärdiktatur. Anschliessend waren pensionierte Generäle an der Macht.

sda-ats

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