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Schwieriges Halbjahr: Die Bank Vontobel konnte dennoch den Gewinn im ersten Halbjahr steigern. (Archivbild)

KEYSTONE/ENNIO LEANZA

(sda-ats)

Die Bank Vontobel hat trotz einem schwierigen Marktumfeld und dem Abgang ihres Star-Fondsmanager Rajiv Jain in den ersten sechs Monaten den Gewinn steigern können. Bei den verwalteten Vermögen muss die Bank jedoch einen empfindlichen Rückgang vermelden.

Die Bank Vontobel hat im ersten Halbjahr den Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozent auf 105,7 Millionen Franken steigern können, wie das Finanzinstitut am Dienstag mitteilte. Das ist der Bank gelungen, weil sie insbesondere den Geschäftsaufwand markant um 5 Prozent senken konnte. Aber auch der Betriebsertrag ist um 2 Prozent tiefer ausgefallen als im Vorhalbjahr.

Das ist auch eine Folge des Abgangs des Star-Fondsmanager Rajiv Jain, der die Bank auf eigenen Wunsch Ende Mai verlassen hat. Unmittelbare Auswirkungen dieses Abgangs ist, dass Vontobel bei den verwalteten Vermögen einen Rückgang um 6 Prozent auf 127,8 Milliarden Franken melden muss. Aus der so genannten Quality Growth Boutique ist der Bank sogar 11,8 Milliarden Franken abgeflossen. Bei den restlichen Konten meldet Vontobel einen Netto-Zugang von 3,1 Milliarden Franken.

Bei den Segmenten hat Vontobel in den ersten sechs Monaten von einem sehr guten Geschäft mit institutionellen Anlegern profitiert. In diesem Segment ist der Vorsteuergewinn um mehr als einen Viertel angestiegen. Im Investmentbanking dagegen gab es einen Rückschlag. Hier fällt der Vorsteuergewinn um einen Viertel tiefer aus.

Beim Ausblick zeigt sich Vontobel vorsichtig. Es gebe derzeit keine Signale, die auf eine Entspannung im Marktumfeld hindeute, heisst es in der Mitteilung. Die Generierung von Erträgen für die Kunden bleibe schwierig. Vontobel sieht sich jedoch genau in einem solchen Umfeld als gut aufgestellt.

sda-ats

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