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Mit dem Heimspiel gegen Ludogorez Rasgrad startet der FC Basel in seine siebte Kampagne in der Champions League. Der Auftritt wird Aufschluss über die wahre Stärke des FCB in dieser Saison geben.

Während anderen Klubs die Mehrfachbelastung durch den Europacup Sorgenfalten bereitet, freut sich der FCB und sein Trainer Urs Fischer, dass es ab Dienstag mit den englischen Wochen endlich losgeht. "Für einen Spieler gibt es nichts Schöneres, als wenn er mehr Fussballspielen kann und somit weniger trainieren muss", sagte Fischer. Dank dem Beginn der internationalen Auftritte - bis zum 1. Oktober wird der FCB innerhalb von 22 Tagen sieben Spiele bestritten haben - bietet sich ihm die Möglichkeit, sein breites und für Schweizer Verhältnisse qualitativ überdurchschnittliches Kader mit Einsatzminuten bei Laune zu halten.

Urs Fischer hat die Qual der Wahl. 27 Spieler stehen ihm zur Verfügung, die Mehrheit von ihnen ist Nationalspieler. Jede Position ist doppelt oder sogar dreifach besetzt. Die FCB-Ausgabe 2016 präsentiert sich schneller, trickreicher und noch besser als jene der vergangenen Saison, als der Einzug in die Königsklasse verpasst wurde. Die Konkurrenz auf dem heimischen Markt ist nach sieben Runden bereits distanziert.

"Der Konkurrenzkampf gehört in Basel dazu und ist 'Part of the Job'", sagte Davide Callà. Der 31-jährige Mittelfeldspieler kennt keine andere Situation, seit er Anfang 2014 zum FCB gestossen ist - und sieht in dieser auch Vorteile. "Jeder Einzelne wird gepusht, jeder wird besser", so Callà. "Der Trainer weiss, dass jeder, der zum Zug kommt, auf seinen Einsatz brennt."

Im Gegensatz zu Callà ist für Trainer Fischer die Partie gegen Rasgrad eine Premiere. Erfahrungen in der Europa League hat der 50-jährige Zürcher mit dem FC Zürich, Thun und in der letzten Saison mit Basel bereits genügend gesammelt. Nun folgt das Debüt in der Champions League, der grössten Bühne im Klubfussball. "An der Vorbereitung und der Vorfreude auf ein Spiel ändert sich deswegen nichts", sagte Fischer. Nur das ganze Drumherum sei anders.

Alte Bekannte

Mit Ludogorez Rasgrad, dem bulgarischen Meister der letzten fünf Jahre, treffen die Basler zum Auftakt auf einen alten Bekannten. Gegen Rasgrad setzte sich der FC Basel 2013 in den Playoffs mit 4:2 und 2:0 durch, ehe es ein Jahr später in der Gruppenphase erneut zum Aufeinandertreffen kam. Damals verlor der FCB in Sofia, wo Rasgrad seine Europacup-Heimspiel austrägt, 0:1; es war der erste Sieg in der Champions League für Ludogorez. Zuhause resultierte ein klarer 4:0-Sieg für den FCB.

Da auf dem Papier die Rollen in der Gruppe A mit den Favoriten Paris Saint-Germain und Arsenal klar verteilt sind, kommt die erste Direktbegegnung der beiden Aussenseiter einem Schlüsselspiel gleich. "Alle drei Gegner sind schwierig", sagte Fischer. Umso wichtiger sei es deswegen, positiv in die Kampagne zu starten, "egal, ob der Gegner nun Ludogorez, PSG oder Arsenal heisst". Rang 3 und somit die Qualifikation für die K.o.-Phase der Europa League lautet das Mindestziel der Basler.

Neben dem Einholen von Informationen der 2013 und 2014 Direktbeteiligten sichtete der FCB-Trainer auch Videomaterial des Gegners von den Qualifikations- und Playoffspielen sowie von zwei Partien in der bulgarischen Meisterschaft, in der Ludogorez nach fünf Partien Rang 3 belegt. Auf dem Weg zur zweiten Champions-League-Teilnahme setzte sich die Mannschaft von Georgi Dermendzhiev gegen Mladost Podgorica, Roter Stern Belgrad und Viktoria Pilsen durch.

Fischer erwartet eine Mannschaft, "die kompakt steht und nicht viele Torchancen und Tore zulässt, aber auch über ein grosses Potenzial nach vorne verfügt". Einer der Stars ist Marcelinho, ein gebürtiger Brasilianer, der für die bulgarische Nationalmannschaft spielt. Sieben weitere Brasilianer befinden sich im Kader von Rasgrad. Das Ziel des FCB für die Ouvertüre ist klar: Ein Sieg muss her. "Aber wir werden eine gewisse Vorsicht walten lassen und dem Gegner sicher nicht ins offene Messer laufen", so Fischer.

sda-ats

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