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Julian Assange will sich am 14. November einem Verhör zu den Vergewaltigungsvorwürfen einer Schwedin stellen. (Archivbild)

Keystone/AP/FRANK AUGSTEIN

(sda-ats)

Die Befragung von Wikileaks-Gründer Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London zu Vergewaltigungsvorwürfen einer Schwedin ist auf seinen Wunsch hin um einen Monat verschoben worden. Statt am kommenden Montag findet das Verhör am 14. November statt.

Dies teilte die Staatsanwaltschaft in Ecuadors Hauptstadt Quito am Mittwoch (Ortszeit) mit. Assange begründete seinen Antrag demnach mit "seinen Rechten auf den Schutz und die Verteidigung seiner Person".

Gegen Assange wurde 2010 ein europäischer Haftbefehl erlassen, nachdem ihn eine Schwedin wegen Vergewaltigung angezeigt hatte. Der 45-jährige Australier weist die Anschuldigungen als politisch motiviert zurück. Seinen Angaben zufolge handelte es sich um einvernehmlichen Sex.

Assange flüchtete sich im Juni 2012 in die ecuadorianische Botschaft in London, nachdem er in Grossbritannien alle Rechtsmittel gegen einen Antrag Schwedens auf seine Auslieferung ausgeschöpft hatte. Seitdem lebt er in dem Botschaftsgebäude auf beengtem Raum mit Bett, Computer und Balkonzugang.

Angst vor Auslieferung an USA

Sollte der Wikileaks-Gründer das Botschaftsgelände verlassen, will ihn die britische Polizei festnehmen und an Schweden überstellen. Für diesen Fall befürchtet Assange, von den schwedischen Behörden an die USA ausgeliefert zu werden, wo ihm wegen Geheimnisverrats eine langjährige Haftstrafe und möglicherweise sogar die Todesstrafe droht.

Die Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlichte in den vergangenen Jahren hunderttausende geheime Dokumente, unter anderem über das Vorgehen der US-Streitkräfte bei den Kriegen im Irak und in Afghanistan. Assange zog damit den Zorn der US-Regierung und der NATO auf sich.

Nach zähen Verhandlungen einigten sich Ecuador und Schweden darauf, Assange in seinem Botschaftsexil in London zu den Vergewaltigungsvorwürfen zu vernehmen. Die Fragen der schwedischen Ermittler sollen von einem ecuadorianischen Staatsanwalt gestellt werden.

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SDA-ATS