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Bergarbeiter werden in La Paz zur Befragung abgeführt. Die in Genossenschaften zusammengeschlossenen Arbeiter protestieren seit Anfang August gegen ein neues Gesetz, nach dem sich ihre Mitglieder Gewerkschaften anschliessen dürfen.

Keystone/AP/JUAN KARITA

(sda-ats)

Über 40 Bergarbeiter sind in Bolivien nach der Tötung des stellvertretenden Innenministers festgenommen worden. Fünf von ihnen sollen direkt für den Tod des 55-jährigen Vizeministers Rodolfo Illanes verantwortlich sein.

Dies erklärte Generalstaatsanwalt Ramiro Guerrero am Freitagabend (Ortszeit). Zu ihnen zähle der Vorsitzende des Verbands der Bergarbeiter-Genossenschaften (Fencomin), Carlos Mamani.

Illanes war am Donnerstag bei einer Strassenblockade der selbstständigen Bergarbeiter in Panduro, 165 Kilometer südöstlich von La Paz, erschlagen worden. Auch drei Kumpel kamen bei Zusammenstössen mit der Polizei ums Leben.

Protest gegen Gesetz

Die in Genossenschaften zusammengeschlossenen Bergarbeiter protestieren seit Anfang August gegen ein neues Gesetz, nach dem sich ihre Mitglieder Gewerkschaften anschliessen dürfen. Dies bedeute eine ungerechtfertigte Einmischung der Gewerkschaften in dem Genossenschaftssektor, beanstandete der Verband.

Die Gewerkschaftszentrale COB forderte am Freitag, dass auch die Verantwortung von Ministern und Polizeichefs bei den Todesfällen untersucht wird. Die "arrogante Haltung" der Regierung habe den Konflikt angeheizt, erklärte COB-Chef Guido Mitma.

Staatschef Evo Morales bezichtigte am Freitag die Genossenschaften selbstständiger Minenarbeiter, Teil einer "politischen Verschwörung" zu sein. Die Kumpel seien von Oppositionellen manipuliert worden. Morales rief eine dreitägige Staatstrauer wegen des Todes von Illanes aus.

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SDA-ATS