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Die Schweizer Nationalmannschaft zeigt bei der 2:3-Niederlage nach Penaltyschiessen gegen Kasachstan eine gute Leistung. Bis zu Reto Berras Fehlgriff läuft alles gut.

"Es war eine unnötige Niederlage. Wir hatten so viele Chancen, wir müssen das Spiel gewinnen", sagte Samuel Walser. Der Center des HC Davos hatte in seiner ersten Partie an einer WM zum 1:0 (15.) getroffen, konnte sich aber nicht wirklich darüber freuen. "Persönlich ist es sicher schön, aber ich spiele fürs Team." Dass er kurz vor der Führung den kasachischen Torhüter behindert haben soll, weshalb ein Treffer von Sven Andrighetto aberkannt worden war, dafür hatte Walser kein Verständnis. "Für mich war es gar nichts. Ich weiss nicht, warum der Schiedsrichter gepfiffen hat." Allerdings gab es eine leichte Berührung, weshalb Headcoach Patrick Fischer diese Szene pragmatischer sah: Sie seien ausdrücklich davor gewarnt worden, dass die Torhüter an dieser WM geschützt würden.

Raphael Diaz, der das 1:0 mit einem schönen Vorstoss eingeleitet hatte, sah trotz der Niederlage auch viel Positives: "Wir sind gelaufen, wir haben Druck erzeugt. Die Verteidiger sind mitgegangen. Das ist das, was wir spielen wollen." Verzweifelt man ab und zu angesichts der vielen vergebenen Chancen? "Absolut. Es ist schwierig, wenn man das ganze Spiel mit viel Speed spielt und (ungenutzte) Chancen hat. Aber genau das müssen wir lernen. Nun ist vor allem wichtig, positiv zu bleiben."

Lino Martschini, der den entscheidenden Penalty vergeben hatte, suchte nach der Niederlage keine Ausreden: "Wir sind zu wenig auf die Rebounds gegangen. Wir hätten mehr arbeiten müssen, um den Puck reinzuwürgen. Das können wir uns vorwerfen." Ansonsten gab es am Spiel der Schweizer wenig auszusetzen. "Die Hockey-Götter waren heute nicht auf unserer Seite", brachte es Patrick Fischer auf den Punkt. "Normalerweise gewinnst du ein solches Spiel." Insofern ist der Druck auf die Schweizer zwar gestiegen, dennoch gibt es (noch) keinen Grund zu Panik. Das sieht auch Torhüter Reto Berra so, der beim 1:1 (31.) danebengriffen hatte: "Wir haben genug Substanz in dieser Mannschaft. Ich mache mir überhaupt keine Sorgen, dass wir auseinanderfallen."

sda-ats

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