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Die bfu rät, das Navigationsgerät vor der Fahrt zu programmieren. (Symbolbild)

Keystone/AP/SVEN KAESTNER

(sda-ats)

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) warnt vor den fatalen Folgen von Ablenkung im Strassenverkehr. 2015 seien wegen Ablenkung und Unaufmerksamkeit 57 Menschen im Strassenverkehr getötet und weitere 940 schwer verletzt worden, teilte die bfu am Dienstag mit.

Um die Unfallzahlen zu senken, hat sie ein Kommunikationspaket für Unternehmen lanciert. Denn auf Arbeitswegen und Berufsfahrten würden sich im Durchschnitt mehr Unfälle wegen Unaufmerksamkeit und Ablenkung ereignen als bei Freizeitfahrten.

Jede Tätigkeit am Steuer, die nicht auf den Verkehr ausgerichtet sei, erhöhe das Unfallrisiko. Sei der Fahrer kurz abgelenkt, so brauche es drei Sekunden, bis er reagiere. In dieser Zeit lege er bei einem Tempo von 50 Kilometern pro Stunde (km/h) fast die Strecke eines halben Fussballfeldes zurück, bevor er zu bremsen beginne.

Beim Schreiben einer SMS betrage die Reaktionszeit sogar sieben Sekunden. In dieser Zeit lege ein Autofahrer auf der Autobahn über 200 Meter zurück, was der Länge von mehr als zwei Fussballfeldern entspreche.

Von Ablenkung betroffenen seien aber auch Fussgänger. Studien belegten, dass Fussgänger, die ein Smartphone nutzten, langsamer gehen, ihr Umfeld weniger beachten, häufiger die Richtung wechseln und sich insgesamt weniger sicherheitsbewusst verhalten.

Die bfu rät deshalb, jede Ablenkung im Strassenverkehr zu vermeiden, insbesondere Fahrzeuglenkende sollten während der Fahrt auf das Telefonieren verzichten. Auch mit Freisprechanlagen würden Telefongespräche ablenken. Empfehlenswert sei es, das Navigationsgerät vor der Fahrt zu programmieren und das Unterhaltungssystem im stillstehenden Fahrzeug zu aktivieren.

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SDA-ATS