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Die Suche nach der Ursache des F/A-18-Absturzes geht weiter. Im Bild die Unfallstelle auf dem Sustenpass.

Keystone/ALEXANDRA WEY

(sda-ats)

Die Suche nach der Ursache für den Absturz des F/A-18-Kampfjets im Sustengebiet geht weiter. Auch die Blackbox wurde noch nicht gefunden. Gegenstand der Untersuchung ist auch die Luftraumüberwachung - als eines von mehreren Elementen.

"Derzeit fehlt uns noch das Gesamtbild über den Unfallhergang", sagte Tobias Kühne, Sprecher der Militärjustiz, am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Militärjustiz müsse in einer ersten Phase alle relevanten Informationen einsammeln.

Die Bergung der Trümmerteile gestalte sich schwierig, sagte Kühne weiter. Auch die Blackbox sei bis am Freitagmorgen noch nicht aufgetaucht. "Es ist möglich, dass sie zerstört wurde."

Im weiteren Verlauf der Untersuchung würden technische Analysen in Auftrag gegeben. Die Militärjustiz werde zudem alle für die Untersuchung wichtigen Personen anhören. Dieser Prozess könne "mehrere Monate in Anspruch nehmen", sagte Kühne.

Daten unter Verschluss

Am Donnerstagabend brachte die Sendung "10 vor 10" des Schweizer Fernsehens SRF die These auf, zwischen der Flugsicherung und dem Piloten sei es zu Kommunikationsproblemen gekommen. Angeblich fehlerhafte Höhenangaben hätten zum Unglück geführt, berichteten die Sendungsmacher unter Berufung auf eine vertrauliche Quelle.

Für die Flugsicherung am Militärflugplatz Meiringen BE ist die Schweizer Flugsicherung Skyguide zuständig.

Skyguide nahm am Freitagmorgen Stellung zum Fernsehbericht. Sie könne "diese Spekulationen weder bestätigen noch dementieren", da sie über keine Daten verfüge, die im Zusammenhang mit dem Unglück stünden, teilte sie schriftlich mit.

Die Militärjustiz habe unmittelbar nach dem Unglück alle Aufzeichnungen für die Untersuchung sichergestellt und unter Verschluss genommen. Einzig die Militärjustiz sei im Besitz der Angaben über den vollständigen Ablauf des Unfallfluges.

"Die Luftraumüberwachung wird bei dieser Art von Untersuchung immer mitberücksichtigt", sagte der Sprecher der Militärjustiz dazu. Es sei jedoch eines von mehreren Elementen, die untersucht würden.

Das Kampfflugzeug war am Montagnachmittag im Sustengebiet verunglückt. Der Einsitzer war um 16.01 Uhr in Meiringen BE zu einem Trainingsflug gestartet. Um 16.05 Uhr verlor die Einsatzzentrale den Kontakt zum Piloten.

Der Kampfjet stürzte aus noch unbekannten Gründen in der Umgebung des rund 3440 Meter hohen Gipfels Hinter Tierberg ab. Der 27-jährige Berufsmilitärpilot kam beim Unglück ums Leben.

sda-ats

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