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Schweizer kaufen gefälschte Markenartikel hauptsächlich per Mausklick im Internet. Rückläufig ist hingegen die Zahl der im Reiseverkehr sichergestellten Waren. Dies hat der Verein "Stop Piracy" aufgrund der Zollstatistik festgestellt.

Beim Schweizer Zoll sind im vergangenen Jahr 3621 Fälle wegen versuchten Imports von Markenfälschungen festgestellt worden. In acht von zehn Fällen handelte es sich um Warensendungen aus Hongkong oder China, hauptsächlich Taschen, Uhren, Schmuck und Bekleidung.

Laut einer Mitteilung von "Stop Piracy" vom Dienstag setzte sich damit der Trend aus den Vorjahren fort. Mittels unseriöser Angebote auf Handelsplattformen, eigens für den Verkauf von Fälschungen kreierter Webshops oder Werbung für illegale Kopien in sozialen Netzwerken würden kriminelle Banden gefälschte Waren auch in der Schweiz in Umlauf bringen.

Der Verein stellt dabei eine zunehmende Professionalisierung von betrügerischen Webshops fest. Wer nicht genau hinsehe, bemerke im erste Moment oft gar nicht, dass an dem Webshop etwas faul sein könnte, stellt Stop-Piracy-Geschäftsführerin Sabine Dändliker fest.

Im Gegensatz zum Internetgeschäft registrierte der Schweizer Zoll in den letzten zwei Jahren im Reiseverkehr einen leichten Rückgang an gefälschten Markenprodukten. 2015 wurden 2377 solcher Fälle aufgedeckt. Besonders häufig intervenierte der Zoll wegen Hand- und Reisetaschen, Bekleidung und Accessoires.

Auf Platz eins der Reisedestinationen, aus denen Fälschungen in die Schweiz mitgebracht werden, steht weiterhin die Türkei (39 Prozent), gefolgt von der Europäischen Union (17 Prozent) und dem Kosovo (9 Prozent).

sda-ats

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