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Wie 2008 und 2012 dominieren die britischen Radprofis in Rio de Janeiro die olympischen Bahn-Wettkämpfe. Auch zum Schluss feiern die Briten noch einmal zwei Goldmedaillen.

Dass sich britische Bahnfahrer die Mehrzahl der goldenen Auszeichnungen umhängen lassen, daran hat man sich in der Szene mittlerweile gewöhnt. Eine spezielle Geschichte lieferte der letzte Abend der olympischen Bahn-Wettkämpfe trotzdem.

Zuerst setzte sich im Omnium der Frauen die grosse Favoritin Laura Trott mehr oder weniger problemlos durch. Eineinhalb Stunden später jubelte die dreifache Europameisterin von Grenchen gleich noch einmal. Ihr Verlobter Jason Kenny überquerte im Keirin als Erster die Ziellinie. Seit Weihnachten 2014 sind Trott und Kenny verlobt.

Seit 2008 sammelte das erfolgreichste britische Sportlerpaar zusammen bereits zehn olympische Goldmedaillen. Für Kenny war es in Rio die dritte Goldmedaille, nachdem er bereits im Sprint und mit zwei Mannschaftskollegen im Teamsprint Olympiasieger geworden war. Trott hatte bereits in der Teamverfolgung triumphiert.

Mit sechs Olympiasiegen liegt Kenny nun gleichauf mit seinem legendären Landsmann Chris Hoy, der im Keirin noch in London Olympiasieger geworden war. Mehr olympische Medaillen als Hoy und Kenny (je 7) hat im Radsport (über alle Disziplinen) nur noch Bradley Wiggins (8) gewonnen.

Die britische Dominanz im ewigen Radsport-Medaillenspiegel ist primär auf die Erfolge im Oval zurückzuführen. In Peking und London gewannen die Briten jeweils siebenmal Gold, in Rio entschieden sie sechs der zehn Disziplinen für sich. In der Teamverfolgung verbesserten sie zudem bei beiden Geschlechtern den Weltrekord.

Der Bahnradsport geniesst im Königreich hohes Ansehen. Seit die Spiele 2012 an London vergeben worden sind, fliessen jährlich zweistellige Millionenbeträge in das Programm. Bereits in Peking wirkte sich dies ein erstes Mal aus. Und auch acht Jahre danach sind die Briten noch immer das Mass aller Dinge.

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SDA-ATS