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Nach 1800 Kilometern Marsch für die Würde: Clément Wieilly, ein Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen, bei Bundesrätin Simonetta Sommaruga.

Keystone/PETER SCHNEIDER

(sda-ats)

Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat am Donnerstag in Bern das ehemalige Verdingkind Clément Wieilly getroffen. Wieilly legte in einer "Tour de Suisse für die Würde" rund 1800 Kilometer zu Fuss zurück. Das Treffen stand am Ende der Tour.

Zu seinem Marsch brach Wieilly Mitte April auf, wie das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement mitteilte. Er legte die Strecke in 50 Etappen zurück. An den Etappeorten nahm er Kontak zu den Gemeindebehörden auf.

Sommaruga würdigte die Aktion als Beitrag zur Sensibilisierung der Bevölkerung für die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen. In den letzten Jahren sei viel erreicht worden, sagte die Bundesrätin.

Sie wies auf die Entschuldigung der Landesregierung hin, den Runden Tisch und die Soforthilfe für Betroffene in finanziellen Notlagen. Die Arbeit müsse aber weitergehen. Im Parlament läuft derzeit die Debatte über einen Gegenvorschlag zur Wiedergutmachungsinitiative.

Wieilly sass mit am Runden Tisch über die Verdingkinder und administrativ "Versorgten". In der Westschweiz tat er gemäss Communiqué viel, dass die Opfer Kenntnis von der Soforthilfe erhielten.

sda-ats

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