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Wie aus dem Gesicht geschnitten: Alexander Kerbst überzeugt aber auch stimmlich in "Falco - Das Musical". Im April und Mai kommt die Produktion in die Schweiz.

Keystone/DPA dpa/A3528/_ARMIN WEIGEL

(sda-ats)

19 Jahre nach seinem Tod hat sich für den österreichischen Popstar Falco wieder der Vorhang geöffnet. Und seine Fans waren begeistert: Mit minutenlangem Applaus ist am Freitagabend die Uraufführung von "Falco - Das Musical" in Kempten gefeiert worden.

Rund 2000 Zuschauer sahen in der Veranstaltungshalle BigBox Allgäu eine emotionale, bildgewaltige und schrill-bunte Show über das Leben des charismatischen Künstlers. Nun geht die Produktion auf grosse Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz - am 13. April in der Kongresshalle in Zürich, am 30. April in der Kursaal-Arena in Bern und am 1. Mai im Musical-Theater in Basel.

Bei der Uraufführung am Samstag erhielt vor allem Sänger und Schauspieler Alexander Kerbst reichlich Szenenapplaus, als er Falcos Hits wie "Rock Me Amadeus", "Jeanny", "Der Kommissar" und zum krönenden Abschluss "Out Of The Dark" live auf der Bühne interpretierte.

Mit gegeltem Haar, schwarzem Anzug und schwarzer Sonnenbrille ähnelte er nicht nur äusserlich dem exzentrischen Musiker. Kerbst war auch stimmlich sehr nahe am Original. Und als er zur Zugabe zum zweiten Mal an diesem Abend "Rock Me Amadeus" sang, hielt es die Zuschauer nicht mehr auf den Stühlen.

Mit Original-Videos

In wenigen Wochen, am 19. Februar, wäre Falco 60 Jahre alt geworden. Er war erst 40, als er bei einem Autounfall in der Dominikanischen Republik ums Leben kam. Seine grössten Erfolge feierte er in den 1980er Jahren, verkaufte zu Lebzeiten viele Millionen Platten und schaffte es als Erster mit einem deutschen Lied an die Spitze der US-Charts.

Das neue Musical soll der Poplegende ein Denkmal setzen. Mit temporeichen und extravaganten Tanzeinlagen, Spielszenen und Original-Videosequenzen geben der Passauer Produzent Oliver Forster und Regisseur Peter Rein in der gut zweistündigen Show einen Einblick in die Gefühlswelt des gebürtigen Wieners Hans Hölzel (1957-1998). Das Publikum erlebt dabei sowohl den kometenhaften Aufstieg Falcos als auch dessen tiefen Absturz. "Er lebte ein Leben auf der Überholspur", hiess es im Musical.

Schon das dritte Falco-Musical

Es ist nicht die erste Musikproduktion über den österreichischen Popstar. Zwei Jahre nach dessen Tod war im April 2000 in Wien "Falco - A Cybershow" zum ersten Mal gezeigt worden - mit André Eisermann ("Kaspar Hauser", "Schlafes Bruder") in der Titelrolle. Im gleichen Jahr feierte im Berliner Theater des Westens ein Musical unter dem Titel "Falco meets Amadeus" seine Uraufführung. Bereits bei dieser Produktion übernahm Falco-Double Kerbst die Hauptrolle.

SDA-ATS