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Zur Rose liefert Medikamente nicht nur an Ärzte, sondern auch direkt an Privatpersonen nach Hause, falls das Rezept eines Arztes vorliegt. (Archiv)

Keystone/MARTIN RUETSCHI

(sda-ats)

Die Zuger Beteiligungsgesellschaft Corisol steigt als neue Ankeraktionärin bei der Online-Apotheke Zur Rose ein. Sie leistet mit einer Beteiligung von 20 Millionen Franken die erste Tranche im Rahmen einer zweistufigen Kapitalerhöhung.

Corisol werde damit zunächst 13,3 Prozent des Aktienkapitals halten, heisst es in einer Mitteilung von Zur Rose vom Freitag. Mit ihrem Engagement beabsichtigt Corisol die Übernahme einer strategischen Minderheitsbeteiligung. Mit der Kapitalerhöhung wolle Zur Rose ihre geplante Wachstumsstrategie und damit ihre europäische Marktführerschaft als Versandapotheke ausbauen.

Durch den Kauf der niederländischen Versandapotheke DocMorris habe sich das Geschäftsvolumen der Zur Rose-Gruppe verdoppelt. Jetzt sei das Unternehmen bereit für die nächsten Expansionsschritte, heisst es im Communiqué.

Neben dem stark wachsenden Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten in Deutschland will Zur Rose demnach auch das Segment der rezeptpflichtigen Medikamente mit der Forcierung des elektronischen Rezeptes und mit gezielten Marketingmassnahmen beschleunigen. Im Sommer will Zur Rose zudem ihr erstes Ladengeschäft in Bern eröffnen, wo sie Medikamente zu gleichen Preisen anbietet wie online.

Corisol-Chefin Vanessa Frey soll anlässlich einer ausserordentlichen Generalversammlung am 1. September 2016 als neues Mitglied in den Verwaltungsrat von Zur Rose gewählt werden. Gleichzeitig ist vorgesehen, die heute geltende Stimmrechtsbeschränkung von 3 Prozent aufzuheben und die Vinkulierungsbestimmungen anzupassen. Dabei blieben auch zukünftig Mitbewerber von einer Beteiligung ausgeschlossen.

Corisol gehört der Schweizer Unternehmerfamilie Frey und ist unter anderem auch Ankerinvestorin bei den beiden an der Schweizer Börse SIX kotierten Firmen Inficon und Schweiter.

sda-ats

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