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WEF-Gründer Klaus Schwab: "Ich habe immer geglaubt, dass komplexe Herausforderungen in einer vernetzten Welt nur gelöst werden können, indem wir zusammenarbeiten."

KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

(sda-ats)

Das 47. Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos hat offiziell begonnen. Bis Freitag wird die Bündner Stadt zum "Zauberberg", auf dem sich Spitzenpolitiker und Wirtschaftskapitäne, Wissenschaftler und Künstler die Klinke in die Hand drücken.

3000 Gäste besuchen das WEF - mehr als je zuvor. Darunter ist mit Xi Jinping zum ersten Mal auch ein chinesischer Staatspräsident. Er wird das Forum am Dienstagmorgen mit einer Rede eröffnen. "Ich erwarte, dass Präsident Xi aufzeigen wird, wie China eine anpassungsfähige und verantwortungsvolle Führungsrolle in der Welt einnehmen will", sagte WEF-Gründer und -Patron Klaus Schwab an einer Medienkonferenz im Vorfeld des Treffens in Davos.

Dieses Jahr steht das Treffen unter dem Motto "Anpassungsfähige und verantwortungsvolle Führung". Die Welt steckt in einer Führungskrise, das Vertrauen in die Elite ist erschüttert. In vielen Ländern wenden sich die Wähler von etablierten Politikern ab und Populisten zu, die vermeintlich einfache Lösungen präsentieren. Prominentestes Beispiel sind die USA, wo Donald Trump am Freitag offiziell das Ruder übernimmt.

"Ich habe immer geglaubt, dass komplexe Herausforderungen in einer vernetzten Welt nur gelöst werden können, indem wir zusammenarbeiten", schrieb Schwab im Vorfeld des Treffens in einem Beitrag für die "Financial Times". Obwohl diese "offene, pragmatische Sicht von Fortschritt" heute unter einem schlechten Stern stehe, sei er optimistisch und vertraue auf die Werte Zusammenarbeit und Kooperation.

Kampfjets und Strassensperren

Wie jedes Jahr ist Davos während des Forums komplett abgeriegelt. Die zwei Zufahrtswege durch das Prättigau und das Landwassertal werden kontrolliert, vier Sicherheitszonen im Ort können nur mit Bewilligung betreten werden. Im Vergleich zum letzten Jahr wurden die Polizeipräsenz rund um Davos und die Personen- und Verkehrskontrollen etwas erhöht.

Die Gewährleistung der Sicherheit wird die öffentliche Hand voraussichtlich rund 9 Millionen Franken kosten. Der jeweils etwa 28 Millionen Franken teure Einsatz der Armee wird über das ordentliche Budget des Verteidigungsdepartements VBS finanziert.

Umgekehrt spült das WEF jeweils auch viel Geld in die Kassen von Gastronomie und Hotellerie in Davos. Die Unterkünfte in Davos sind ausgebucht - und meist viel teurer als sonst. Das WEF ist bei der Prominenz auch beliebt für die langen Nächte: Dutzende Partys finden statt, die begehrtesten mit Vertretern des Hochadels und aus Hollywood.

Gemäss einer Untersuchung der Hochschule St. Gallen im Auftrag des WEF betrug der durch das Jahrestreffen in Davos ausgelöste Gesamtumsatz im Jahr 2015 ungefähr 50 Millionen Franken.

SDA-ATS