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Das Westschweizer Radprofi-Team IAM Cycling realisiert an der Tour de France seinen bisher grössten Erfolg. Der Kolumbianer Jarlinson Pantano gewinnt die Bergetappe nach Culoz.

Im Spurt gegen den Polen Rafal Majka gewann Jarlinson Pantano im französischen Jura die 15. Etappe der Tour de France, die über 160 km über sechs Pässe von Bourg-en-Bresse nach Culoz führte. Pantano zeichnete sich insbesondere als grandioser Abfahrer aus. Zweimal schaffte er bergab den Anschluss zu Spitzenmann Majka, dem er dann auf der Zielgeraden keine Chance liess.

Seit der Besitzer von IAM, Michel Thétaz, verkündet hat, auf Ende Saison sein Engagement zu beenden und die Radsportgruppe aufzulösen, läuft es wie geschmiert. Im Giro d'Italia gewann der Deutsche Mike Kluge die 17. Etappe, an der Tour de Suisse entschied Pantano die Bergetappe von La Punt nach Davos für sich, und nun an der Tour de France folgte der nächste Coup. Vielleicht ist ja das letzte Wort punkto Auflösung des Teams doch noch nicht gesprochen, und es findet sich noch ein potenter Co-Sponsor.

Profiteur der Berg-Etappe war auch der Unterwalliser Sébastien Reichenbach, der nur sechs Sekunden hinter dem Sieger Vierter der Etappe wurde. Reichenbach glänzte als starker Bergfahrer, doch im Gegensatz zu Pantano verlor er in den Abfahrten entscheidend an Terrain. Trotzdem war es auch für den 27-jährigen Kletterspezialisten ein hervorragender Tag. In der Gesamtwertung rückte der Mann aus Martigny vom 17. auf den 14. Platz vor. Auf den britischen Gesamt-Leader Chris Froome machte Reichenbach gut drei Minuten gut. Neu liegt er "nur" noch 8:40 Minuten zurück.

Unter den Favoriten auf den Gesamtsieg tat sich nichts. Froome führt im Gesamtklassement weiterhin 1:47 Minuten vor dem Niederländer Bauke Mollema und 2:45 vor seinem Landsmann Adam Yates. Der Kolumbianer Nairo Quintana folgt unverändert als Vierter, mit knapp drei Minuten Rückstand.

Die Entscheidung muss in der letzten Tour-Woche in den Alpen fallen. Dort müssen Quintana und Co. die Karten, so überhaupt noch vorhanden, auf den Tisch legen. Zuvor aber folgt am Montag der Abstecher in die Schweiz, der mit der Etappe nach Bern eingeleitet wird und nach einem Ruhetag am Mittwoch ins Wallis führt.

sda-ats

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