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Der Ankunftsnachweis ist die ID für Flüchtlinge in Deutschland. Das Thema Migration ist in den Augen der Deutschen das Problem Nummer Eins. (Archiv)

Keystone/EPA DPA/MICHAEL KAPPELER

(sda-ats)

Kein Thema beschäftigt die Deutschen derzeit mehr als die Zuwanderung und die Integration von Ausländern. Wie aus dem vom Forschungsinstitut GfK in Nürnberg vorgelegten Ranking hervorgeht, sehen 83 Prozent darin das dringendste Problem, das Deutschland lösen muss.

Gegenüber dem Vorjahr war das mehr als eine Verdopplung, zugleich markierte der Wert einen historischen Rekord für das Thema Zuwanderung. Andere Probleme seien "durch die Omnipräsenz der Zuwanderungsdebatte" offenbar in den Hintergrund gerückt, erklärte die GfK am Dienstag.

Auf dem zweiten Platz des Rankings folgte mit Abstand das Thema Arbeitslosigkeit. Dies allerdings erklärten gerade noch 13 Prozent der Befragten zur aktuell wichtigsten Aufgabe. Das war der bei weitem niedrigste Wert für Gesamtdeutschland seit 1992. Noch vor zehn Jahren sahen 80 Prozent in der Arbeitslosigkeit das drängendste Problem. Als mögliche Erklärung verwies die GfK dabei auf die historisch niedrige Arbeitslosenquote.

Das sogenannte Sorgenranking ist nach Angaben der GfK ein Auszug aus der grossangelegten repräsentativen Studie "Challenges of Nations 2016", für die im Frühjahr in 24 Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer mehr als 27'000 Interviews geführt wurden. Dabei wurde den Teilnehmer die Frage gestellt, welche Aufgabe ihr Land ihrer Meinung nach am dringendsten lösen müsse. Antwortvorgaben oder Beschränkungen gab es nicht.

In der Schweiz die Hälfte

Auch in anderen europäischen Staaten wird das Thema Zuwanderung demnach als wichtigstes derzeitiges Problem gesehen. So sind laut GfK in Österreich 66 Prozent der Menschen dieser Meinung, in Schweden und der Schweiz 50 Prozent sowie in Belgien 43 Prozent.

In Spanien, Frankreich, Italien und Polen führt dagegen das Thema Arbeitslosigkeit das Ranking an. Über alle befragten Nationen hinweg sind Arbeitslosigkeit und Inflation mit jeweils 24 Prozent der Studie zufolge die am häufigsten genannten Probleme der Menschen.

sda-ats

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