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Der Konsum von Privatpersonen bleibt eine der Stützen der deutschen Wirtschaft.

KEYSTONE/AP/FRANK AUGSTEIN

(sda-ats)

Dämpfer für die deutsche Konjunktur: Der Aufschwung verliert im Frühjahr an Kraft. Dennoch zeigt sich die Wirtschaft robuster als von Ökonomen erwartet.

Das Wachstum der deutschen Wirtschaft hat im Frühjahr an Schwung verloren. Das Bruttoinlandprodukt stieg im zweiten Quartal gegenüber dem starken ersten Vierteljahr um 0,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in einer ersten Schätzung mitteilte. Zum Jahresauftakt hatte die Wirtschaftsleistung noch kräftig um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal zugelegt.

Getragen wurde das Wachstum von April bis Juni nach Angaben der Behörde vom Export. Nach vorläufigen Berechnungen stiegen die Ausfuhren gegenüber dem Jahresanfang. Die Importe sanken hingegen leicht. Auch die Ausgaben von Konsumenten und des Staates stützten die Konjunktur.

Vielen Konsumenten sitzt das Geld seit Monaten locker, weil Sparen kaum noch belohnt wird und die gesunkenen Energiepreise die Haushalte zusätzlich entlasten. Löhne und Renten steigen und die Inflation ist niedrig. Zudem ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt unverändert gut. Im Juli lag die Zahl der Arbeitslosen auf dem niedrigsten Stand in diesem Monat seit 25 Jahren.

Unternehmen investierten im zweiten Quartal hingegen weniger in Ausrüstungen wie Maschinen. Auch die Bauinvestitionen sanken. Der kräftige Jahresauftakt war allerdings auch auf den milden Winter zurückzuführen gewesen. Davon hatte vor allem die Baubranche profitiert, Projekte wurden vorgezogen. Dieser Effekt entfiel nun. Volkswirte hatten mit einer stärkeren Abkühlung von April bis Juni gerechnet. Im Schnitt erwarteten sie ein Wachstums von 0,2 Prozent.

sda-ats

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