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Weltmeister Deutschland startet am Sonntag um 21.00 Uhr in Lille mit der Partie gegen die Ukraine zur EM. Im Spiel zuvor stehen sich in Nizza Polen und Nordirland gegenüber.

Noch nie hat Deutschland an einer EM sein erstes Spiel verloren. Und gegen den ersten Gegner, die Ukraine, resultierte in bisher fünf Spielen ebenfalls noch nie eine Niederlage. Ein Prosit auf die Gemütlichkeit will Bundestrainer Joachim Löw aber nicht anstimmen. Er warnt vor dem Schlendrian: "Dass man gemütlich durch die Vorrunde kommt, ist bei einem Turnier nie der Fall." Es wäre ein grosser Fehler, sich allein auf die spielerischen Fähigkeiten zu verlassen: "Wir werden unsere gesamte Kampfkraft investieren müssen."

Eines ist klar: Bastian Schweinsteiger, der zuletzt im Testspiel gegen Ungarn ein kurzes Comeback gab, wird nach seiner langwierigen Knieverletzung bestenfalls als Einwechselspieler zur Verfügung stehen. Doch die Mannschaft ist dermassen gut besetzt, dass dieser Fakt eigentlich keine Rolle spielen darf. Ein guter Start wäre zudem schon mehr als die halbe Miete. Gewann Deutschland an einer EM die Partie zum Auftakt, stand es mit Ausnahme von 2012 letztlich immer im Final. Gab es dagegen im ersten Match ein Unentschieden, gelang der Einzug ins Endspiel nie.

Deutschland und die Ukraine standen sich noch nie im Rahmen einer EM-Endrunde gegenüber. Die Equipe aus dem Osten trat bisher auch nur ein einziges Mal an: Am Heimturnier vor vier Jahren, wo einem Sieg gegen Schweden Niederlagen gegen England und Frankreich folgten, womit die Sache bereits erledigt war. Diesmal schaffte die Ukraine erstmals die Qualifikation, aber auch erst im Playoff gegen Slowenien.

Nur 5 der 23 Mann aus dem ukrainischen EM-Kader kicken im Ausland. Andrej Jarmolenko und Jewgeni Konopljanka vom FC Sevilla bilden eine beeindruckende Flügelzange, doch gegen Deutschland muss sich vor allem die Abwehr bewähren. Die kassierte in der Qualifikation nur vier Tore. Im Vorfeld des Turniers kamen indes nach einem hässlichen Intermezzo in der Meisterschaft interne Querelen auf. Ein Tritt von Jarmolenko (Dynamo Kiew) gegen Taras Stepanenko (Schachtar Donezk) führte zu einer handfesten Schlägerei.

Polen will den ersten EM-Sieg

Mit 33 Toren hat Polen in der Qualifikation so viele Treffer erzielt wie kein anderes Team. Deshalb sind die Erwartungen gross, den Nuller in der Statistik zu beseitigen. Noch nie hat Polen an einer EM-Endrunde eine Partie gewonnen. Im siebenten Anlauf soll es nun endlich klappen. Da kommt der Gegner vom Sonntag (Kickoff 18.00 Uhr), Aussenseiter Nordirland, gerade recht. Topskorer Robert Lewandowski ist jedenfalls überzeugt, im besten polnischen Team zu stehen, in dem er je gespielt habe.

Bei den Nordiren, die sich erstmals an eine EM-Endrunde vorgekämpft haben, schlug sich Goalgetter Kyle Lafferty in den letzten Tagen mit einer Leistenverletzung herum. Er, der in der Saison 2012/13 für den FC Sion auf Torjagd gegangen ist, scheint in seiner kampferprobten Equipe eigentlich unverzichtbar. "Wir wollen unsere Landsleute stolz machen", gab er die Richtung vor.

sda-ats

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