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Philip Bucher, Geschäftsführer der Doppelleu Brauwerkstatt, beim Elevator Pitch am Swiss Economic Forum in Interlaken.

SEF.2016

(sda-ats)

Das Chopfab-Bier der Doppelleu Brauwerkstatt hat in der Schweiz in kurzer Zeit Kultstatus erlangt. Das hat nicht zuletzt mit der intelligenten Markenstrategie zu tun. Am Swiss Economic Forum in Interlaken wurden die Winterthurer Jungbrauer nun prämiert.

Die Doppelleu Brauwerkstatt behaupte sich in einem von grossen internationalen Playern dominierten Markt, begründete die Jury am Freitag ihre Entscheidung und verwies auf die jüngst erfolgte 100-Milliarden-Euro-Fusion der Biergiganten Anheuser-Busch Inbev und SABMiller. Auch der Frankenschock habe Geschäftsführer Philip Bucher und Vertriebsleiter Jörg Schönberg nicht von ihrem Weg abgebracht.

Die Brauerei setzt mit ihren Marken Chopfab und Doppelleu konsequent auf obergärige Craft Biere. Diese Bierart erfreut sich in vielen Ländern einer zunehmenden Beliebtheit und stellt zugleich das deutlich profitabelste Segment im Biermarkt dar.

Auch Basler trinken Chopfab

Philip Bucher erklärte an der Preisverleihung den Vorteil, den insbesondere der ungewöhnliche Name Chopfab mit sich bringt. Anders als viele Kleinbrauereien müssten sie sich dadurch nicht auf einen lokalen Markt beschränken. Chopfab-Biere könnten auch in Basel getrunken werden, da kein Bezug zu Zürich suggeriert werde.

Laut Bucher war die grösste Herausforderung in den vergangenen Jahren, das rasante Produktionswachstum zu stemmen. Die Doppelleu Brauwerkstatt sei jährlich mit zwei- bis dreistelligen Prozentraten gewachsen, was laufend Investitionen in die Produktionskapazität erforderte. Diese hätten nur dank externen Investoren gestemmt werden können, sagte Bucher. Die 2012 gegründete Brauerei beschäftigt mittlerweile 27 Angestellte.

Naturfasern und Nagelstudio

Während sich Doppelleu das Preisgeld von 25'000 Franken in der Kategorie Produktion/Gewerbe holte, siegte in der Kategorie Hightech/Biotech das 2011 gegründete Start-up Bcomp. Das Spin-Off der ETH Lausanne mit 8 Angestellten stellt dämpfende Produkte aus Flachs-Naturfasern her, die sich insbesondere in der Sport- und Freizeitindustrie grosser Beliebtheit erfreuen.

Das Wachstumspotenzial scheint gross. Sogar die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) zeigte jüngst ihr Interesse an der Kombination aus hoher Festigkeit und hoher Dämpfung, welche die Produkte der Freiburger Firma bieten. 2017 sollen die nachhaltigen Materialien auch im Interieur von Modellen eines bekannten Autoherstellers zum Einsatz kommen, wie die Preisträger auf der Bühne verrieten.

In der Kategorie Dienstleistungen schliesslich wurde The Nail Company zum Sieger erkoren. Die Firma, die 2010 vom Ehepaar Florence und Daniel Stumpe in Lausanne gegründet wurde, verbindet die traditionelle Maniküre mit urbanem Lifestyle. Der Kunde kann sich ohne Anmeldung in einem der neun Nagelstudios, die einer Bar nachempfunden sind, bedienen lassen und gleichzeitig einen schicken Drink geniessen.

The Nail Company beschäftigt heute 60 Mitarbeitende. Mit dem Preisgeld als Basis wollen die Unternehmer nun den Sprung in die Deutschschweiz wagen.

sda-ats

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