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In einem wenig erbaulichen Spiel stellt der FC Vaduz mit einem 0:0 gegen Lugano im zweiten Jahr in Folge die Zugehörigkeit zur Super League sicher. Vaduz hätte den Sieg verdient.

Exakt wie vor einem Jahr im Fernduell mit dem nachmaligen Absteiger Aarau sicherten sich die Liechtensteiner die Ligazugehörigkeit in der 35. und vorletzten Runde.

Im Match gegen den FC Lugano, den sie zu Beginn der Rückrunde im Tessin 5:2 geschlagen hatten, stand allerdings bis zuletzt alles auf des Messers Schneide. Die Luganesi hätten jederzeit einen Lucky Punch landen können. Sporadisch hatten sie auch die entsprechenden Chancen dazu.

Die Vaduzer hätten ihr Zittern nach 52 Minuten ablegen können. Aber Armando Sadiku scheiterte mit einem Penalty an Luganos Goalie Mirko Salvi. Domen Crnigoj hatte den unbestrittenen Penalty mit einem Foul am eingewechselten Ali Messaoud verschuldet. Bei der zweitbesten Vaduzer Chance traf Moreno Costanzo nach 74 Minuten mit einem Freistoss die Latte.

Als müssten beide Mannschaften gleich lange Spiesse haben, musste je ein Schlüsselspieler in der Startphase den Platz verletzt verlassen. Bei Lugano traf es schon nach fünf Minuten Jonathan Sabbatini. Der wertvolle Mittelfeldspieler erlitt eine Kopfverletzung, nachdem er am Boden auf unglückliche Weise mit einem Mitspieler zusammengestossen war. Der 28-jährige Uruguayer musste neun Minuten auf dem Rasen gepflegt werden, bevor er per Helikopter ins Spital nach St. Gallen gebracht wurde. Er war wieder ansprechbar. Während der Pflege blieb das Spiel unterbrochen. Schiedsrichter Pascal Erlachner hatte beide Mannschaften in die Kabinen geschickt.

Nur sieben Minuten nach der Wiederaufnahme des Spiels konnte auch der Vaduzer Spielmacher Philipp Muntwiler nicht mehr mittun. Er liess sich mit Rückenbeschwerden durch den marokkanischstämmigen Niederländer Ali Messaoud ersetzen.

Lange Zeit bot dem Match wenig interessante Szenen. Die beste Chance der ersten Halbzeit hatten die Tessiner. Kurz vor der Pause kam es nach einem Vorstoss von Ezgjan Alioski zu einem Gedränge vor dem Vaduzer Tor. Nur mit einigem Glück konnte die Abwehr befreien. Davor hatten die Liechtensteiner mehr vom Spiel gehabt, ohne allerdings nennenswerte Chancen herauszuspielen. In der zweiten Halbzeit war der Gehalt des Spiels über weite Strecken auf einem sehr niedrigen Niveau. Dies wiederum war in Anbetracht der Bedeutung des Spiels verständlich.

Vaduz - Lugano 0:0

6023 Zuschauer. - SR Erlachner.

Vaduz: Jehle, Gülen, Bühler, Grippo, Von Niederhäusern; Kukuruzovic (88. Hasler), Muntwiler (12. Messaoud), Ciccone; Costanzo, Janjatovic (73. Stahel), Sadiku.

Lugano: Salvi; Veseli, Malvino, Urbano, Jozinovic; Sabbatini (5. Pusic), Piccinocchi (67. Milosavljevic), Crnigoj; Alioski, Anastasios Donis (67. Tosetti), Bottani.

Bemerkungen: Vaduz ohne Untersee, Fekete, Burgmeier (alle verletzt), Schürpf, Felfel und Kaufmann (alle rekonvaleszent/Einsatz in U23). Lugano ohne Rey (gesperrt), Culina, Christos Donis, Padalino und Datkovic (alle verletzt). 5. Sabbatini nach Schlag an den Kopf von einem eigenen Spieler 9 Minuten gepflegt und ins Spital nach St. Gallen geflogen. gebracht. Muntwiler verletzt ausgeschieden. 52. Lugano Torhüter Salvi hält Foulpenalty von Sadiku. Lattenschuss: 74. Costanzo. Verwarnungen: 22. Pusic (Foul), 25. Messaoud (Foul), 54. Von Niederhäusern (Foul), 90. Tosetti (Foul).

sda-ats

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