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Mit viel Kampf, aber wenig spielerischer Brillanz startet Basel gegen Ludogorez Rasgrad in die Champions League. Trainer Urs Fischer findet trotz dem 1:1 fast nur positive Worte für seine Mannschaft.

Urs Fischer zeigte sich nach dem Remis gegen den bulgarischen Serienmeister zwar enttäuscht, aber keineswegs niedergeschlagen. Auch wenn spielerisch vieles Stückwerk geblieben war, war der FCB-Coach von seiner Mannschaft angetan. "Sie hat trotz des Rückstands weiter an sich geglaubt und einen unheimlichen Aufwand betrieben." In Anbetracht der Umstände konnte der Zürcher bei seiner Champions-League-Premiere mit dem einen Punkt leben: "So, wie das Spiel verlaufen ist, verliert man die Partie normalerweise."

Letztlich kostete den FCB ein Fehler in der Defensive kurz vor der Pause den erhofften Sieg. Fischer sprach von "dem einen Fehler, den wir zuviel gemacht haben". Beim Gegentreffer in der 45. Minute machte die ganze Mannschaft keine gute Figur. Birkir Bjarnason, einer der schwächsten Basler an diesem Abend, verpasste es, nach einem herrlichen Pass von Delgado einen vielversprechenden Konter abzuschliessen. Nach dem Ballverlust des Isländers präsentierten sich die Basler für einmal nicht sortiert, so dass letztlich Jonathan Cafu, der Suchy schlecht aussehen liess, eiskalt zum 1:0 traf.

"Ein solches Verhalten wird international bestraft", sagte Fischer. Der FCB erholte sich zwar nach der Pause vom Schock des Gegentreffers, kam in der Offensive nie so richtig in Fahrt. Er war bei seinem ersten internationalen Auftritt der Saison zwar sehr bemüht, kam früh zu ersten Torchancen und setzte den Gegner, je länger die Partie dauerte, immer mehr unter Druck. Im Angriff fehlte allerdings die letzte Präzision, klare Basler Chancen waren Mangelware. "Gegen eine solche Mannschaft kriegst du keine zehn Topchancen", so Fischer.

Die Basler liessen sich trotz viel Krampf und Kampf aber nicht entmutigen und bewahrten die Ruhe, auch wenn der Gegner alles unternahm, um den Basler Spielfluss zu stören. Gerade in der zweiten Halbzeit war den Gästen jedes Mittel recht, das positive Resultat über die Zeit zu retten. Mit ihren Mätzchen ritzten sie des öfteren die Grenze der Fairness.

Auch wenn es am Schluss nicht zum Sieg reichte, verliessen die Gäste den St. Jakob-Park als moralischer Sieger. Der erste Auswärtspunkt in der Champions League in der Geschichte von Ludogorez ist unter Dach und Fach. "Es war ein sehr hartes Spiel, voller Leidenschaft", sagte Rasgrads Trainer Georgi Dermendzhiev, der von einem "gerechten Resultat" sprach. Sein Gegenüber Fischer sah dies etwas anders: "Der Fussball ist manchmal nicht gerecht."

sda-ats

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