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Die Ausgangslagen in den zehn WM-Einzelrennen in St. Moritz reichen von einer klaren Favoritin im Slalom über Duelle bei den Technikern bis hin zu ausgeglichenen Feldern in den restlichen Disziplinen.

Die Ergebnisse im Weltcup bieten selbstverständlich keine Garantien für Erfolge an Grossanlässen. Als Indikatoren dienen sie aber allemal. Aus den Ranglisten lässt sich ableiten, dass bei den Männern in den technischen Disziplinen der Kreis der Anwärter auf Medaillen deutlich enger gezogen werden kann als im Speed-Bereich. Bei den Frauen ist der Slalom die Disziplin mit der klarsten Favoritin - ungeachtet von Lara Guts Überlegenheit im Super-G.

Das nächste Giganten-Duell

Etwas vom Allerbesten, was der alpine Skirennsport im Moment zu bieten hat, findet in zweieinhalb Wochen am WM-Schlusstag statt. Im Slalom der Männer kündigt sich das nächste hochstehende Duell zwischen Henrik Kristoffersen und Marcel Hirscher an. Der Norweger dominiert die Szene wie schon in der vergangenen Saison, bei den letzten zwei seiner fünf Siege in diesem Winter ist ihm der Österreicher zeitlich aber sehr nahe gerückt. Das von den beiden Giganten demonstrierte Niveau, die Sicherheit, mit der sie sich im eng gesetzten Stangenwald bewegen, und ihre Konstanz erstaunen immer wieder aufs Neue.

Ähnlich präsentiert sich für Hirscher die Situation im Riesenslalom. Der Salzburger hat mit Alexis Pinturault auch in seiner zweiten Sparte einen ganz grossen Rivalen gegen sich. Allerdings ist die Rollenverteilung unter den aktuell besten zwei "Riesen"-Fahrern nicht (mehr) deutlich definiert. Der überlegende Sieg am vergangenen Sonntag in Garmisch war das letzte Indiz dafür, dass sich Hirscher mit dem Franzosen mittlerweile wieder auf einer Höhe bewegt.

Der Männer-Riesenslalom wird in St. Moritz der einzige Männer-Wettkampf sein, in dem der Titelverteidiger fehlt. Der Amerikaner Ted Ligety, während Jahren die unbestrittene Nummer 1 und Goldmedaillengewinner bei den letzten drei Weltmeisterschafen, hat nach einer Bandscheiben-Operation Mitte Januar sein vorzeitiges Saisonende verkünden müssen.

Fünf verschiedene Abfahrts-Sieger

In der Abfahrt herrscht Ausgeglichenheit wie selten. In den bisherigen fünf Weltcup-Prüfungen gab es fünf verschiedene Sieger. Auch die Anhaltspunkte, wem die Strecke auf der Corviglia am besten behagt, sind limitiert. Die aktuellen Topathleten haben die Piste erst einmal, beim Finale des Vorwinters, rennmässig befahren. Die zuvor letzte Weltcup-Abfahrt in St. Moritz war im Februar 2002 ausgetragen worden. Zudem dürften die Fahrer in der ersten WM-Woche etwas andere Bedingungen vorfinden als im vergangenen März.

Im Super-G war Kjetil Jansrud im Weltcup mit drei Siegen in vier Rennen die einzige Konstante. Ausser dem Norweger erreichte kein Fahrer mehr als eine Klassierung unter den ersten drei. Weil zuletzt aber Jansrud nicht mehr so dominant wie in der ersten Phase des Winters aufgetreten ist, sind Prognosen auch in der zweiten Speed-Disziplin schwierig.

Wie Jansrud gewann auch Lara Gut drei Weltcup-Super-G. Zudem gab es bei den Frauen auch in der Abfahrt eine Dreifach-Siegerin. Ilka Stuhec, die insgesamt schon fünf erste Plätze in ihrer Saisonbilanz stehen hat, schloss mit ihren Exploits unerwartet schnell das Vakuum, das in Slowenien nach dem Rücktritt von Tina Maze gedroht hatte. Die vierfache Weltmeisterin wäre in St. Moritz in der Abfahrt und in der Kombination Titelverteidigerin gewesen.

Das vierte Gold winkt

Eine andere Doppelweltmeisterin von 2015 ist dagegen am Start. Anna Veith, die in Beaver Creek im Super-G und im Riesenslalom noch als Anna Fenninger Gold gewonnen hat, scheint nach ihrer langen Zwangspause wegen ihrer im Oktober 2015 erlittenen Knieverletzung den Rank wieder gefunden zu haben. Noch keine Klarheit herrscht in Bezug auf Lindsey Vonn. Die Amerikanerin siegte in der Abfahrt in Garmisch zwei Monate nach ihrem Oberarmbruch schon wieder, vermochte im Super-G indessen noch nicht zu überzeugen.

Während im Riesenslalom mehrere Fahrerinnen für einen Medaillengewinn in Frage kommen, dreht sich im Slalom alles um Mikaela Shiffrin. Vonns Landsfrau will ihre Überlegenheit mit dem vierten grossen Titel in Folge krönen. 2013 und 2015 wurde sie Weltmeisterin, 2014 Olympiasiegerin.

SDA-ATS