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Das Pflanzenschutzmittel Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Die EU-Kommission wartet mit ihrem Entscheid über dessen weitere Zulassung bis zum letzten möglichen Termin zu.

KEYSTONE/EPA DPA/CARSTEN REHDER

(sda-ats)

Die EU-Kommission vertagt die Entscheidung über den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat auf die letzte Minute. Grund sind die Nachwehen des Brexit-Votums.

Die Kommissare kamen am Montag zu Beratungen über das britische Referendum und zur Vorbereitung des EU-Gipfels am Dienstag und Mittwoch zusammen. Zu einer Entscheidung über eine Verlängerung der Glyphosat-Zulassung kam es deshalb nach Angaben aus der Brüsseler Behörde nicht.

Die geltende Zulassung für die Substanz in Europa läuft am Donnerstag (30. Juni) aus. Die EU-Kommission könnte die Genehmigung auch im so genannten schriftlichen Verfahren erteilen, also ohne dass die EU-Kommissare zusammensitzen.

Es wird erwartet, dass die EU-Behörde den umstrittenen Unkrautkiller für bis zu weitere 18 Monate in Europa zulassen wird. In dieser Zeit soll die europäische Chemikalienagentur Echa ihre Bewertung vorlegen. Glyphosat steht im Verdacht, Krebs zu erregen.

Unter den EU-Staaten gab es trotz wiederholter Versuche nicht die nötige Mehrheit für eine Verlängerung oder Neuzulassung von Glyphosat. Deshalb ist nun die EU-Kommission am Zug.

sda-ats

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