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Martin Schulz, Präsident des EU-Parlaments, sieht die Europäische Union in einer existenziellen Krise. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA/PATRICK SEEGER

(sda-ats)

Die EU steckt nach Ansicht des Präsidenten des EU-Parlaments, Martin Schulz, in einer existenziellen Krise. Viele Befürchtungen von vor einigen Jahren hätten sich bewahrheitet, sagte der SPD-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstagsausgabe).

Wegen der Euro-Krise und der Flüchtlingskrise sei heutzutage für viele Menschen das Ende der Europäischen Union denkbar, es habe seinen Schrecken verloren. "Es gibt heute eine Menge an Politikern, die das propagieren und damit Wahlen gewinnen" sagte Schulz. Dies sei "furchtbar".

Die EU-Länder müssten sich um Lösungen in der Flüchtlingskrise bemühen und etwa die beschlossene Umverteilung von 160'000 Flüchtlingen endlich umsetzen, forderte Schulz. Sonst würden rechte Parteien weiter gestärkt: "Die ungelöste Flüchtlingskrise ist ein willkommenes Instrument für die Konjunkturritter der Angst."

Der EU-Parlamentspräsident sagte, Europa solle mit Optimismus in die Zukunft schauen, "weil wir stark genug sind, die Dinge ökonomisch, ökologisch und sozial zu bewältigen".

sda-ats

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