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Der Satellit Eureca wurde 1992 von einem Space Shuttle mit Hilfe eines Greifarms ins All ausgesetzt und 1993 wieder eingefangen. Nun will die Empa den im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern ausgestellten Trabanten röntgen. (Archivbild)

KEYSTONE/NASA/STR

(sda-ats)

Fast 25 Jahre nach seinem Aufenthalt im Weltall wird der Forschungssatellit Eureca selbst Gegenstand der Wissenschaft. Um herauszufinden, wie sich die Einflüsse des Weltraums auf das Material ausgewirkt haben, wird der Trabant geröntgt.

Der europäische Forschungssatellit Eureca war 1992 vom Space Shuttle Atlantis ins All geflogen worden. Dort wurde er ausgesetzt und raste während fast eines Jahres mit 28'000 km/h in rund 500 Kilometer Höhe um die Erde und machte wissenschaftliche Messungen. 1993 wurde Eureca vom Space Shuttle Endeavour eingefangen und zur Erde gebracht.

Auf weitere Einsätze der wiederverwendbaren Forschungsplattform Eureca (European Retrievable Carrier) wurde entgegen ursprünglichen Plänen verzichtet. Der Satellit kam 2000 ins Verkehrshaus der Schweiz in Luzern. Er sei ein seltenes Beispiel für ein unbemanntes Raumfahrzeug, das intakt zur Erde zurückgekehrt sei, schreibt das Museum.

Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa in Dübendorf ZH will den Satelliten deswegen genauer untersuchen. Dessen Materialien seien im Weltraum extremen Bedingungen ausgesetzt gewesen, teilte das Verkehrshaus mit. Dazu gehörten Temperaturschwankungen, kosmische Strahlungen, Kleinstpartikel oder eine geringe Erdanziehungskraft.

An der Aussetzung des Eureca-Satelliten 1992 im All anlässlich des 49. Fluges eines Space Shuttles war auch der Schweizer Astronaut Claude Nicollier beteiligt. Der 700 Millionen Franken teure Trabant konnte wegen technischen Problemen erst mit einem Tag Verspätung ausgesetzt und mit fünf Tagen Verspätung auf der geplanten Höhe platziert werden. Ein zweites Experiment mit einem an der Raumfähre angeleinten Satelliten schlug fehl.

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SDA-ATS