Alle News in Kürze

Roger Federer kehrt beim Rasenturnier in Stuttgart nach einem Monat Pause auf die Tennistour zurück. Frisch und erholt, aber nicht ganz ohne Zweifel.

Wenn Roger Federer bei einem Turnier antritt, dann spielt er um den Titel - zumal auf seiner bevorzugten Unterlage Rasen. "Im Normalfall schon", sagt Federer vor seinem ersten Auftritt im Stuttgarter Weissenhof. Diesmal ist aber "nach einem gelinde gesagt schwierigen Jahr" einiges anders. Der 34-jährige Basler bestreitet im Schwabenland erst sein fünftes Turnier in diesem Jahr. "Und nur eines davon konnte ich normal spielen", wie er betont.

Nach dem Australian Open musste er sich am Meniskus operieren lassen und verpasste deshalb die Events in Rotterdam, Dubai und Indian Wells. Ein erstes Comeback in Miami machte danach eine Grippe zunichte. In Madrid und zuletzt beim French Open zwang ihn schliesslich der schmerzende Rücken zur Absage. Der Verzicht auf den Start in Paris sei ihm nicht schwer gefallen, versichert Federer. Er hätte vielleicht ein oder zwei Partien durchgestanden, aber er habe nur wegen eines Rekords kein Risiko eingehen wollen. Beim French Open riss deshalb seine einmalige Serie von 65 Grand-Slam-Turnieren ohne Unterbruch.

"Es war wichtig, mir etwas Zeit zu gönnen", sagt er. Er habe es in den letzten Wochen genossen, Zeit mit den Kindern zu verbringen und intensiv Fitness zu trainieren. Den Schläger nahm er allerdings erst letzte Woche wieder zur Hand. Die miserablen Wetterbedingungen - und das Fehlen richtiger Rasenplätze in der Schweiz - behinderten seine Bemühungen. Meist musste er in die Halle ausweichen. Nachdem er am Sonntagabend in Stuttgart angekommen war, trainierte er am Montag bei prächtigem Sommerwetter erstmals auf Rasen.

"Es wäre für mich eine gute Woche, wenn ich im Match fit bin und die Halbfinals erreiche", erklärt Federer. "Ein Traum wäre es, wenn ich gewinne." Seinen mit viel Spannung erwarteten ersten Auftritt hat er nach einem Freilos am Mittwoch um 16.00 Uhr gegen den jungen Amerikaner Taylor Fritz (ATP 65) oder den französischen Qualifikanten und Doppelspezialisten Fabrice Martin (kein Einzel-Ranking).

sda-ats

 Alle News in Kürze