Nach einem aufsehenerregenden Frauenmord haben im Zentrum von Mexiko-Stadt feministische Gruppen gegen die weit verbreitete Gewalt gegen Frauen in ihrem Land protestiert. Vor dem Nationalpalast skandierten sie am Freitag "Sie bringen uns um" und "Gerechtigkeit".

Einige vermummte Aktivistinnen legten Feuer vor dem Sitz der Regierung und beschmierten die Tore.

Ausgelöst wurden die Proteste vom Mord an einer 25-Jährigen durch ihren Mann am Sonntag. Fotos der Leiche mit durchgeschnittener Kehle gelangten an die Presse und sorgten für einen Aufschrei der Empörung. Jeden Tag werden in Mexiko im Durchschnitt zehn Frauen getötet.

Feministische Gruppen und Menschenrechtsorganisationen werfen dem linken Präsidenten Andrés Manuel López Obrador vor, die Gewalt gegen Frauen nicht ernst genug zu nehmen. So empörte er sich zuletzt an einer Medienkonferenz darüber, dass ihm so viele Fragen zum Thema Frauenmorde gestellt würden, statt über die symbolische Versteigerung des Präsidentenflugzeugs.

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