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Uli Forte nennt den Abstieg mit dem FCZ eine "grosse Enttäuschung" und zeigt Verständnis für die frustrierten Fans. Seine Zukunft beim FCZ lässt der Trainer offen.

Mit dem 3:1 gegen den FC Vaduz tat der FCZ im letzten Spiel, was möglich war. Zum Ligaerhalt reichte es nicht mehr, weil Lugano (gegen St. Gallen) ebenfalls gewann. Der Abstieg des FCZ nach 26 Jahren Liga-Zugehörigkeit ist Tatsache. Vor allem für die langjährigen FCZler ist der Gang in die Challenge League eine riesige Enttäuschung. Köbi Kuhn vergoss auf der Tribüne bittere Tränen, und er war damit nicht der einzige.

Uli Forte, der das Leid als Trainer-Nachfolger von Sami Hyypiä nur in den letzten drei Spielen hautnah miterlebte, wirkte gefasst, als das Verdikt feststand - im Gegensatz zu einigen Spielern, denen nach der Partie nicht zum Reden zumute war. Forte gestand, dass einige der Spieler "Tränen in den Augen" hatten in der Garderobe.

Weil ein Teil der aufgebrachten FCZ-Anhänger die Stadionkatakomben stürmten, mussten Trainer, Spieler und Staff nach dem Schlusspfiff in die Kabine flüchten. Für das Verhalten der Fans zeigte Forte Verständnis. "Ich kann ihnen nicht böse sein. Natürlich sind sie frustriert, sie machten in dieser Saison beim FCZ wohl den besten Job, haben das Team bis zum Schluss unterstützt." Bis zum bitteren Ende, dem Abstieg. Dann entlud sich der Frust.

"Es ist natürlich eine grosse Enttäuschung und eine grosse Ernüchterung", sagte Forte. So ein historisches Negativ-Erlebnis könne man nicht über Nacht hinter sich lassen. "Das müssen wir jetzt sacken lassen." Man müsse den Abstieg als Chance für den Neubeginn sehen, fuhr Forte fort. Ob der Neubeginn mit ihm erfolgt, liess der Trainer indes offen: "Ich will das nicht kategorisch ausschliessen."

Bis zum Cupfinal am Sonntag gegen Lugano will Forte sein Team wieder aufgerichtet haben. "Umso mehr müssen wir jetzt den Cupsieg als Dankeschön holen. Das ist das Allermindeste, was wir noch machen können", sagte er.

Gegenteilig ist die Gefühlslage beim FC Lugano, der den Ligaerhalt mit einem 3:0 gegen St. Gallen perfekt machte. Der Zürcher Finalgegner reist beflügelt zum Final im Letzigrund. "Wir werden regelrecht nach Zürich fliegen", so Luganos Aussenbahn-Wirbler Ezgjan Alioski. "Ich hoffe, wir werden am Sonntag in Zürich landen und mit dem Pokal wieder abheben."

sda-ats

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