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Er gehört zu den Pionieren im Snowboard-Sport. Nun trägt Franco Giovanoli als Direktor die Verantwortung für die alpine Ski-WM in seinem Heimatort St. Moritz.

Seine Leidenschaft ist ungebrochen. "Erst kürzlich bin ich wieder auf dem Brett gestanden", sagt der 49-jährige Giovanoli. Der Sport, sein Sport, lässt ihn nicht los. Kein Wunder, denn (fast) alles hat sich beim Bündner früher um Snowboard gedreht. Er fuhr Rennen, vor allem aber war er Funktionär und Trainer. Er war für Swiss Snowboard tätig, nach dem Konkurs der Schweizer Dachorganisation war er bei der Integration der Abteilung Snowboard bei Swiss-Ski hauptbeteiligt. Zehn Jahre amtete Giovanoli als Disziplinenchef. Zu Ende ging sein Engagement nach den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi.

Unzählige Erfolge an Grossanlässen und im Weltcup konnte er mit Sportlern wie den Gebrüdern Philipp und Simon Schoch, Iouri Podladtchikov, Daniela Meuli, Patrizia Kummer, Manuela Pesko oder Tanja Frieden feiern. Wie viele Titel und Medaillen seine Athleten gewonnen haben, weiss Giovanoli nicht im Detail.

Die Anfrage in Südkorea

Nach Olympia in Sotschi war vor der WM - nicht mehr im Snowboard, sondern im Ski alpin. Anfang Juni 2014 trat er seinen aktuellen Posten als Direktor der Weltmeisterschaften 2017 in St. Moritz an. "Die Leute im Organisationskomitee habe ich als St. Moritzer natürlich schon zuvor gekannt. Eine erste konkrete Anfrage, ob ich mir das Amt des Direktors vorstellen könnte, habe ich in Südkorea erhalten."

Im asiatischen Land, genauer gesagt im Resort Kangwonland in der Region der nächstjährigen Olympischen Winterspiele, war St. Moritz beim FIS-Kongress Ende Mai 2012 zum Organisator der bevorstehenden WM bestimmt worden. Giovanoli war als Mitglied der Delegation von Swiss-Ski vor Ort. "Für mich war das Angebot eine Ehre. Alles passte damals. Der Zeitpunkt für eine Neuausrichtung war ideal. Nach zehn Jahren bei Swiss-Ski war ich reif für eine andere Aufgabe. Aus sportlicher Sicht hatte ich alles erreicht. Und als gebürtiger St. Moritzer lag es auf der Hand, den Job anzunehmen. Für mich war das eine einmalige Chance."

Einstiges Feindbild FIS

Sein Amt brachte selbstredend engen Kontakt mit den Exponenten des Internationalen Skiverbandes, jener Organisation, die für den Snowboard-Fanatiker Giovanoli das grösste Feindbild war. Über den Schatten springen musste er nach seinem Frontenwechsel nicht. "Die Zusammenarbeit ist von Anfang an völlig problemlos verlaufen. Ich habe mit den Vertretern der FIS ein sehr gutes Verhältnis", sagt der Engadiner.

Aus Giovanolis Sicht sind die Bedingungen erfüllt, dass die am Montag beginnende WM zu einem Erfolg wird. "Von unserer Seite haben wir alles Mögliche getan. Läuft alles nach Plan, erleben wir in St. Moritz ein richtiges Skifest." Was danach ist, darüber hat sich Giovanoli noch keine Gedanken gemacht. "Meine aktuelle Anstellung läuft bis im Sommer. Der Job fordert mir alles ab. Um mich mit einer Neuausrichtung beschäftigen zu können, brauche ich einen klaren Kopf."

Erfahrungswerte, Beziehungsnetz

Auf eine bestimmte Richtung will sich Giovanoli ohnehin nicht festlegen. "Ich bin offen für alles. Das kann eine Anstellung im Sport-Bereich sein wie eine im Event-Bereich." Der Bündner kann seiner beruflichen Zukunft gelassen entgegensehen. Seine Erfahrungswerte liegen im obersten Segment, sein Beziehungsnetz hat eine enorme Grösse erreicht. Die Voraussetzungen für den nächsten erfolgreichen Karriere-Abschnitt sind gegeben.

SDA-ATS