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Piloten im Cockpit eines britischen Armeeflugzeuges, das sich an der Suche nach dem abgestürzten Egyptair-Jets beteiligt.

KEYSTONE/EPA BRITISH MINISTRY OF DEFENCE/HELEN RIMMER/HANDOUT

(sda-ats)

In der über dem Mittelmeer abgestürzten ägyptischen Passagiermaschine haben automatische Rauchmelder Alarm geschlagen. Die französische Flugunfallbehörde BEA hat entsprechende Medienberichte bestätigt.

Kurz vor dem Abbruch der Datenübertragung habe das Flugzeug über das Kommunikationssystem ACARS automatische Meldungen abgesetzt, "die auf Rauch in der Kabine schliessen lassen", sagte ein Behördensprecher am Samstag. Rückschlüsse auf die Unglücksursache könnten daraus aber noch nicht gezogen werden.

Das "Wall Street Journal" und der US-Fernsehsender CNN hatten zuvor berichtet, dass es kurz vor dem Absturz der Maschine eine Rauchmeldung gegeben habe. Die Warnsignale wurden demnach automatisch am Donnerstagmorgen um 02.26 Uhr abgesetzt - kurz danach verschwand der Airbus mit 66 Menschen an Bord von den Radarschirmen.

Die Signale hätten Rauch im Vorderteil des Flugzeugs gemeldet - vor allem in der dortigen Toilette und in einem Geräteraum unterhalb des Cockpits, in dem wichtige Geräte für die Bordelektronik untergebracht seien, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Ermittlungskreise. Die Signale hätten zudem gewarnt, dass das Flugkontrollsystem nicht richtig funktioniere.

Der französische Behördensprecher sagte, trotz der Hinweise auf Rauch in der Maschine sei es "noch viel zu früh", um die Umstände des Unglücks "zu erklären und zu verstehen". Dazu müssten nun vor allem das Wrack und die Flugschreiber gefunden werden.

Der EgyptAir-Flug MS804 war auf dem Weg von Paris nach Kairo, als die Maschine am frühen Donnerstagmorgen zwischen der griechischen Insel Karpathos und dem ägyptischen Festland vom Radar verschwand. Einen Tag nach dem Unglück entdeckte das ägyptische Militär am Freitag erste Trümmerteile im Mittelmeer.

sda-ats

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