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Vier Luzerner und ein Basler sind am Donnerstag zu "Rittern der Strasse" geschlagen worden, weil sie einen verunfallten Autofahrer vor dem Ertrinken bewahrt hatten. Sie erhielten für ihr spontanes und mutiges Handeln eine Urkunde mit integrierter Medaille.

Der Unfall, der einen tödlichen Ausgang hätte nehmen können, hatte sich am 1. Juli 2015 zwischen Büron und Knutwil im Kanton Luzern ereignet. Der 45-jährige Gregor Kaufmann aus Uffikon LU bemerkte, dass bei der Brücke, die über den Fluss Suhre führt, etwas nicht stimmte. Er stieg aus seinem Auto und sah im Wasser ein auf dem Dach liegendes Auto. Der Verunfallte war angegurtet, sein Oberkörper unter Wasser. Er konnte sich augenscheinlich nicht selbst befreien.

Kaufmann versuchte, das Opfer zu befreien. Der 17-jährige Ivan Hugentobler aus Basel, der zufällig anwesend war, eilte ihm zu Hilfe. Er schnitt mit einem Messer, das er sich von einem Passanten auslieh, die Sicherheitsgurte durch. Mit Hilfe des 18-jährigen Manuel Zimmermann aus Egolzwil LU konnte der Verunfallte aus dem Auto und dem Wasser gezogen werden.

Beim Geretteten handelte es sich um einen 71 Jahre alten Mann. Er war bewusstlos. Zwei weitere Männer, der 27-jährige Jonas Steiger aus Triengen LU und der 42-jährige René Schärli aus Wauwil LU, nahmen an dem Opfer eine Herz-Kreislauf-Massage vor. Danach wurde der Verunfallte von der zwischenzeitlich eingetroffenen Ambulanz ins Spital gebracht.

Durch die Besonnenheit und ihre vorbildliche Teamarbeit hätten die fünf Helfer das Leben des Verunfallten gerettet, teilte die bfu - Beratungsstelle für Unfallverhütung, mit. Sie hätten sich als wahre Ritter der Strasse erwiesen.

Die Aktion "Ritter der Strasse" gibt es seit 1969. Bisher jüngste Ritterin ist ein neunjähriges Mädchen, ältester Preisträger ein 78-jähriger Mann.

sda-ats

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