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Mit weniger strengen Vergabekriterien für Hypotheken will Raiffeisen-Chef Patrik Gisel Wohneigentum für Junge möglich machen. (Symbolbild)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

(sda-ats)

Die Kriterien für die Vergabe von Hypotheken sollten nach Ansicht von Raiffeisen-Chef Patrik Gisel angesichts der niedrigen Zinse gelockert werden. Die heutigen Richtlinien seien "übervorsichtig" und diskriminierten Junge.

Der Chef der drittgrössten Schweizer Bankengruppe, Raiffeisenbank-Chef Patrik Gisel, kritisiert die Benachteiligung junger Familien beim Wohneigentum. "Eine junge Familie hat keine Chance auf eine Hypothek. Die Tragbarkeitskriterien sind viel zu streng", stellte Gisel in Interviews mit der "SonntagsZeitung" und der "Schweiz am Sonntag" fest.

Die Richtlinien zur Vergabe von Hypotheken seien übervorsichtig. Gisel hält es für sinnvoll, dass Hypothekarkunden mit beschränkten Barmitteln zu einem Spar- und Amortisationsplan über 15 Jahre mit einem fest verzinsten Kredit verpflichtet würden. Die Eigenmittel könnten diese über mehrere Jahre verteilt einbringen. Der Zins der Tragbarkeit könnte dadurch deutlich gesenkt werden.

Laut Gisel werden mit der Schweizer Wohneigentumsförderung Junge diskriminiert. Nur Ältere hätten viel Geld in der Pensionskasse angehäuft, das sie einbringen könnten. Der durchschnittliche Hypothekarnehmer sei deshalb um die 50 Jahre alt. Das müsse sich aber ändern.

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SDA-ATS