Genfer Luxusuhrenmesse im Zeichen des Autos


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Am Montag hat die Luxusuhrenmesse SIHH ihre Tore für das Fachpublikum geöffnet. Am Freitag können die ausgestellten Luxusuhren auch von Kunden in Augenschein genommen werden.

KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

(sda-ats)

Innovationen rund ums Thema Auto sollen an der Genfer Luxusuhrenmesse den Motor für die Uhrenindustrie wieder auf Touren bringen. Die 27. Ausgabe des Salons Internationale Haute Horlogerie (SIHH) hat am Montag die Tore für fünf Tage geöffnet.

Die Branche befindet sich nach eineinhalb schwierigen Jahren mit Exportrückgängen in einer "Übergangsphase". Laut dem Präsidenten des Verbandes der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH), Jean-Daniel Pasche, gingen die Uhrenexporte 2016 um 10 Prozent zurück. Bei den Luxusuhren dürfte die Einbusse sogar bei 15 Prozent gelegen haben.

Wie bereits 2016 setzen die Hersteller in Genf weiterhin auf schlichtes Design, versuchen aber dabei Händler und Kunden mit Neuerungen zu überraschen.

"Wir gehen zu unseren Wurzeln zurück, aber es ist auch wichtig, die Dynamik der Uhrenindustrie zu zeigen", sagte Flavien Gigandet, Mitglied der Direktion der Neuenburger Uhrenfirma Parmigiani, gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Rund ums Auto

Nach Luftfahrt-Themen in der Vergangenheit soll in diesem Jahr die Verbindung zwischen Luxusuhren und dem Auto thematisiert werden. Den Reigen eröffnete wie in den letzten Jahren die Einweihung des Standes des Herstellers Roger Dubuis. Fünf Tänzer mit Helmen wiesen dabei auf die neue Partnerschaft mit dem Pneuhersteller Pirelli hin.

Als Weltpremiere wurden Armbänder von zwei Uhren aus Gummi hergestellt, die aus Pneus eines Formel 1-Rennwagens stammten, mit dem der Grand Prix von Monaco gewonnen worden war. Für diese Technik interessierte sich auch der spanische Fussball-Internationale Cesar Azpilicueta. "Zeit ist wichtig im Fussball" und "Spieler lernen sie mit der Erfahrung zu managen", stellte der Fussballprofi gegenüber der sda fest.

Auch andere Luxusuhrenmarken sind nicht untätig geblieben. Von Montblanc bis Baume & Mercier steht das Thema Auto im Vordergrund. So hat der Hersteller Richard Mille, der nach eigenen Angaben auf ein gutes Jahr 2016 zurück blickt, die Partnerschaft mit der Formel 1-Stall McLaren dazu genutzt, erstmals Graphen (eine besondere Form von Kohlenstoff) in der Uhrenindustrie zu verwenden. Ebenfalls eine Weltneuheit ist die Verzinkung auf einem Zifferblatt von Parmigani.

Die Messeorganisatorin, die Fondation de la Haute Horlogerie (FHH), will das laufende Jahr als Übergangszeit für die Luxusuhrenindustrie lancieren. Das Luxussegment ist laut der FHH-Präsidentin Fabienne Lupo besonders stark betroffen vom Einbruch in der Branche.

Öffnung fürs Publikum

Erstmals ist die Genfer Luxusuhrenmesse in diesem Jahr für die Öffentlichkeit zugänglich. 2000 bis 3000 Kunden und Interessierte können nach einer Online-Registrierung ab Freitag den Salon besuchen und die neuen Uhren der Aussteller begutachten.

Eine Zunahme der Bestellungen sei dadurch zwar nicht auszuschliessen. Aber die Idee hinter der Öffnung für Endkunden sei es nicht gewesen, die Messe in einen kommerziellen Anlass zu verwandeln, erklärte Lupo im Vorfeld. Die Detailhändler blieben die Schlüsselakteure, betonte Gigandet von Parmigiani.

SDA-ATS

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