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Weltmeister Lewis Hamilton ist der schnellste "Lehrling" auf der neuen Formel-1-Strecke in Baku und fährt am ersten Trainingstag in beiden Sessions die Bestzeit.

Der sechs Kilometer lange City Circuit in Baku bedeutete für alle Fahrer Neuland. Als 32. Gastgeberland führt Aserbaidschan mit dem GP von Europa ein Formel-1-Rennen durch. Die Fahrer konnten sich nur auf der Playstation respektive mittels Simulator oder mit einem Fussmarsch am Donnerstag um die Strecke vorbereiten.

Neben der mit über 2 km langen längsten Geraden aller Formel-1-Strecken, auf der Tempi von rund 350 km/h erreicht werden, ist vor allem eine nur 7,5 Meter breite Passage in der Altstadt eine besondere Herausforderung. "Da braucht jeder Eier", sagte der deutsche Force-India-Fahrer Nico Hülkenberg, der wegen der Terminkollision seinen Vorjahressieg beim 24-Stunden-Klassiker in Le Mans nicht verteidigen kann.

Praktisch alle 22 "Lehrlinge" mussten mindestens einmal einen der vielen "Notausgänge" benutzen, um nicht in die Mauern zu krachen - oftmals in der Kurve 15. Probleme und einige Reifenschäden bereiteten aber auch die vielen losen Randsteine, die zwischen den Trainings in den Boden verschweisst werden mussten.

Für die einzige Rote Flagge sorgte am Morgen Daniel Ricciardo, dessen Red Bull-Renault stark beschädigt wurde. Pech hatte auch sein Teamkollege Max Verstappen, der nach nur sieben Trainingsrunden mit rauchendem Heck an die Boxen fuhr, wo das Getriebe für das zweite Training gewechselt werden musste.

Die Mercedes-Dominanz spiegelte sich auch in der Rangliste wieder: Hamilton, der Sieger der letzten beiden Rennen in Monaco und Montreal, war am Morgen um 0,377 Sekunden schneller als der in der WM mit 9 Punkten Vorsprung führende Teamkollege Nico Rosberg. Am Nachmittag waren es gar 0,690 Sekunden. Die Bestzeit des Briten (1:44,223) lag übrigens deutlich unter der am Simulator prognostizierten Pole-Position-Zeit (1:50,100).

Dahinter klassierten sich mit Sergio Perez (Force India), Valtteri Bottas (Williams) und Nico Hülkenberg (Force India) drei Fahrer, die ebenfalls von Mercedes-Power profitieren, aber am Nachmittag schon mindestens eine Sekunde zurücklagen. Die Sauber-Fahrer Marcus Ericsson, dem ein gebrochener Auspuff wertvolle "Lernminuten" kostete, und Felipe Nasr klassierten sich in den Rängen 15 und 20 sowie 19 und 22.

Baku (AZE). Grand Prix von Europa. Freies Training. Erster Teil: 1. Lewis Hamilton (GBR), Mercedes, 1:46,435 (203,042 km/h). 2. Nico Rosberg (GER), Mercedes, 0,377 Sekunden zurück. 3. Valtteri Bottas (FIN), Williams-Mercedes, 0,611. 4. Fernando Alonso (ESP), McLaren-Honda, 1,544. 5. Sebastian Vettel (GER), Ferrari, 2,192. 6. Sergio Perez (MEX), Force India-Mercedes, 2,487. 7. Jenson Button (GBR), McLaren-Honda, 2,584. 8. Felipe Massa (BRA), Williams-Mercedes 2,690. 9. Carlos Sainz (ESP), Toro Rosso-Ferrari, 2,812. 10. Nico Hülkenberg (GER), Force India-Mercedes, 2,866. 11. Romain Grosjean (FRA/SUI), Haas-Ferrari, 3,176. 12. Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari, 3,200. 13. Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull-Renault, 3,343. 14. Esteban Gutierrez (MEX), Haas-Ferrari, 3,732. 15. Marcus Ericsson (SWE), Sauber-Ferrari, 4,018. 16. Max Verstappen (NED), Red Bull-Renault, 4,050. 17. Daniil Kwjat (RUS), Toro Rosso-Ferrari, 4,116. 18. Jolyon Palmer (GBR), Renault, 4,475. 19. Kevin Magnussen (DEN), Renault, 4,504. 20. Pascal Wehrlein (GER), Manor-Mercedes, 4,784. 21. Felipe Nasr (BRA), Sauber-Ferrari, 5,336. 22. Rio Haryanto (INA), Manor-Mercedes, 5,490.

Zweiter Teil: 1. Hamilton 1:44,223 (207,351 km/h). 2. Rosberg 0,690. 3. Perez 1,113. 4. Bottas 1,541. 5. Hülkenberg 1,697. 6. Sainz 1,804. 7. Verstappen 1,845. 8. Vettel 1,996. 9. Button 2,011. 10. Ricciardo 2,070. 11. Alonso 2,275. 12. Grosjean 2,458. 13. Räikkönen 2,471. 14. Kwjat 2,521. 15. Gutierrez 2,607. 16. Massa 2,837. 17. Magnussen 3,106. 18. Haryanto 3,264. 19. Ericsson 3,549. 20. Palmer 3,571. 21. Wehrlein 3,795. 22. Nasr 3,858. - 22 Fahrer im Training.

sda-ats

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