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Das französische Basketball-Nationalteam feiert seine Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio: Der französische Geheimdienst hat offenbar Hinweise, dass ein Anschlag auf die französische Olympia-Delegation geplant war. Details dazu sind jedoch nicht bekannt. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA/MARK R. CRISTINO

(sda-ats)

Ein Brasilianer soll nach französischen Geheimdienstinformationen einen Anschlag gegen Frankreichs Team bei den Olympischen Spielen in Rio vorbereitet haben. Dies geht indirekt aus dem Protokoll einer Anhörung des Chefs des militärischen Nachrichtendienstes hervor.

Nach Informationen der Zeitung "Libération" vom Mittwoch wurden die Ausführungen von General Christophe Gomar in der Pariser Nationalversammlung zu diesem Thema aus dem Protokoll gestrichen. Eine Nachfrage und die Antwort darauf wurden aber veröffentlicht.

Nach dem Anhang des Berichts eines Untersuchungsausschusses zu den Pariser Terroranschlägen sagte dessen Vorsitzender: "Ich hatte nicht von diesem brasilianischen Staatsbürger gehört, der Anschläge gegen die französische Delegation bei den Olympischen Spielen vorbereitete." Im veröffentlichten Text der einführenden Bemerkungen des Generals taucht dieser Aspekt nicht auf.

Laut "Libération" hatte der Offizielle von einem Projekt der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gesprochen, sei aber nicht ins Detail gegangen auch nicht im Hinblick auf den Aufenthaltsort des Brasilianers. Eine offizielle Bestätigung für den Bezug zum IS gab es zunächst nicht.

Auf eine Frage des Parlamentariers nach den Quellen für diese Information nannte Gomart "unsere Partner".

Die Zeitung "Le Figaro" schrieb unter Berufung auf den Berichterstatter des Ausschusses, den sozialistischen Abgeordneten Sébastien Pietrasanta, dass die Aussagen aus Sicherheitsgründen geheim bleiben sollten. "Es ging darum, keine Panik unter den französischen Sportlern zu schüren und das Ereignis nicht zu belasten", sagte er.

Islamisten verschonten Südamerika bisher

Zu den am 5. August beginnenden Spielen in Rio de Janeiro werden bis zu 700'000 Touristen, über 50 Staats- und Regierungschefs sowie 12'000 Athleten erwartet. 85'000 Sicherheitskräfte, mehr als doppelt so viel wie in London 2012 sollen die ersten Olympischen Spiele in Südamerika schützen, hinzu kommen Experten aus 55 weiteren Ländern, der Geheimdienstaustausch wurde deutlich intensiviert.

Bisher ist Südamerika von islamistischen Anschlägen verschont geblieben. Brasiliens Geheimdienst (ABIN) betonte aber zuletzt: "Die Wahrscheinlichkeit, dass das Land das Ziel terroristischer Attacken sein könnte, hat sich in den letzten Monaten erhöht".

sda-ats

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