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Das Büffeln an der Pädagogischen Hochschule lohnt sich: Lehrer und Lehrerinnen fassen schnell Fuss im Job und verdienen im Vergleich mit anderen Hochschulabsolventen gut.

KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

(sda-ats)

Hochschulabsolventen stehen fünf Jahre nach dem Studienabschluss deutlich seltener ohne Arbeit da als die übrige Erwerbsbevölkerung. Am schnellsten schaffen Lehrerinnen und Lehrer den Berufseinstieg.

Von den 2010 an den Pädagogischen Hochschulen (PH) ausgebildeten Lehrkräften waren ein Jahr nach dem Abschluss nur noch 0,6 Prozent erwerbslos, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Erhebung des Bundesamtes für Statistik zeigt. Vier Jahre später sind es 0,5 Prozent.

Auch die Absolventen der universitären Hochschulen (UH) und der Fachhochschulen (FH) überwinden Anfangsschwierigkeiten beim Einstieg in die Arbeitswelt relativ rasch. Betrug die Erwerbslosigkeit bei den 2010 diplomierten UH-Master nach einem Jahr noch 3,6 Prozent, so sank dieser Wert bis 2015 auf 2,5 Prozent.

Bei den FH-Bachelor ging die Erwerbslosenquote im selben Zeitraum von 2,9 auf 2,0 Prozent zurück. Bei allen Hochschulabsolventen liegt die Quote deutlich unter derjenigen der Schweizer Erwerbsbevölkerung, die sich von 2010 bis 2015 im Schnitt auf 4,4 Prozent belief.

Lehrer auch bei der Entlöhnung Spitze

Nicht nur bei der Stellensuche, auch beim Lohn haben die frischgebackenen Lehrerinnen und Lehrer die Nase vorn. Mit 86'700 Franken lag das mittlere Erwerbseinkommen bei den PH-Diplomierten 2011 um 9400 bis 9500 Franken über jenem der UH-Master und der FH-Bachelor.

Fünf Jahre nach dem Abschluss haben allerdings die UH-Absolventen kräftig aufgeholt. Mit 94'500 Franken verdienen sie fast gleich viel wie die Lehrpersonen (94'700). Die FH-Diplomierten erhalten brutto 87'600 Franken pro Jahr.

Je nach Fachbereich gibt es markante Unterschiede. An der Spitze stehen wiederum PH-Absolventen, diejenigen des Studienganges Sonderpädagogik mit einem Einkommen von 113'900 Franken. Ihre Kolleginnen und Kollegen mit einem Lehrerdiplom für die Vorschule und Primarstufe müssen sich mit 80'900 Franken begnügen.

Bei den UH erzielen mit rund 100'000 Franken die Master der Wirtschaftswissenschaften sowie der Medizin und Pharmazie das höchste Einkommen. Die Topverdiener unter den FH-Absolventen, jene des Fachbereichs Wirtschaft und Dienstleistungen, kommen fünf Jahre nach Abschluss auf 96'000 Franken. Ganz zuunterst auf der Rangliste rangieren mit 65'000 Franken die FH-Bachelor in Musik, Theater und anderen Künsten.

sda-ats

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